Zugfunk #31 Schlafende Züge

Fahrausbildung, Zugbereitstellung, Zugvorbereitung, Rangieren, Drehscheibe, Köln Nippes, Honigbienen, Schlafende Züge

In der heutigen Folge dreht sich alles um die Bereitstellung von Zügen beim Fernverkehr. Dazu wurde Lukas mit Fragen gelöchert und hat uns einen tiefen Einblick in seine Tätigkeit gegeben. Dabei gab’s auch ein bisschen Ortskunde in Köln: Wer also die Möglichkeit hat sollte nebenbei Google Maps o.Ä. geöffnet haben.

Außerdem sprechen wir über den Stromausfall in München und die aktuelle ARD-Doku zum Thema „Operation Bahn“.

Viel Spaß beim Reinhören!


00:00:00 Intro
00:00:36 Begrüßung
00:01:48 Laberecke
00:18:26 Hauptthema Zugbereitsteller
01:47:45 Aufstellen
02:41:28 Presseecke
02:56:07 Feedback

Downloadlink: Folge als Download zf31.mp3

Links

Google Maps: Köln Bbf
Google Maps: Köln Nippes ICE-Werk
Google Maps: Gleis 47 Köln Bbf
Google Maps: Die „Hauptbahn“ (KK<->KKB)
Google Maps: Drehscheibe 2 (KKB)
Google Maps: Köln Gremberg Werkstatt
Google Maps: Einfahrgruppe Nippes
Google Maps: Werkhalle Nippes
Google Maps: Innenreinigung Nippes
Wikipedia: Dat driss Altpapier (IRP)
BR: Stromausfall München
DasErste: Operation Bahn
Youtube: Der Superzug, der zu spät kommt

Lukas Klein
Marcus Metzdorf

Ihr erreicht uns unter

17 Gedanken zu „Zugfunk #31 Schlafende Züge

  1. Hallo!
    Herzlichen Dank für die spannende Folge. Nachdem ich sie unterwegs gehört habe habe ich sie direkt nochmal am PC gehört und alle Wege auf Google Maps verfolgt. Sehr spannend!

    Könntet Ihr mir diesen Beitrag einordnen?
    https://youtu.be/DC14xHrVqnY
    Wie kann ein Gericht das Hupen an einem Bahnübergang verhindern, ihr müsst euch doch an Regeln halten… und gibt es eine Regelung wie lange ihr an solchen Stellen hupen müsst? Oder ist das im Ermessen jedes einzelnen TFs?

    Danke und weiter so!
    Marcus

    • Hallo Marcus,

      danke für das Lob.

      Dein Beitrag kommt auf jeden Fall in die nächste Presseecke. Nur ganz kurz dazu: Das Gerichtsurteil bezieht sich höchstwahrscheinlich auf die Regeln zur Aufstellung der Pfeiftafeln. Diese Vorschriften können aber je nach Örtlichkeit unterschiedlich ausgelegt werden.

      Grüße, Marcus

  2. Super Folge! Die Beschreibung von Lukas gibt einen sehr interessanten Einblick in die Abläufe, von denen man als Fahrgast sonst nichts mitbekommt.

  3. Ich fand die Folge auch sehr interessant.

    Die Openrailwaymap kennt ihr? Bisschen altmodisch, hat aber auch einiges an Details.

    Ich habe gerade gelesen (und zwar hier: https://taz.de/Gueterverkehr-der-Deutschen-Bahn/!5640524/), dass Lokführer im Güterverkehr nur zu 35% ihrer Arbeitszeit Züge fahren. Haltet ihr das für realistisch (ich weiß, ihr seid nicht im Güterverkehr angestellt)? Wie sieht das im Nah- bzw. Fernverkehr aus?

    Gruß, Johannes

    • Hallo Johannes,

      den Hinweis auf openrailwaymap kam gerade auch auf Twitter. Zur einfachen Orientierung finde ich Google Maps besser. Für Enthusiasten ist natürlich OpenRailwayMap interessanter. Vielleicht sollten wir zukünftig beides anbieten.

      35% hallte ich für sehr realistisch. Je nach Schicht kann es sogar noch weniger sein. Ich finde die Diskussion darüber aber wenig Zielführend. Jedes Unternehmen ist schon von sich aus daran interessiert, das Personal so effizient wie möglich einzusetzen. Das ist bei der DB Cargo nicht anders. Bei der DB Regio oder Fernverkehr ist der Prozentsatz höher, aber auch hier gibt es, je nach Schicht, jede Menge Aufgaben und Zeiten die nicht unter das Fahren von Zügen fällt.

      Grüße, Marcus

      • Hallo Marcus,
        ich hatte vor etwas mehr als einer Woche schon einen Kommentar geschrieben, der ist aber wohl in der Mülltonne gelandet. Also ein neuer Versuch.
        Erstmal vielen lieben Dank für die vielen Zugfunk-Folgen. Ich bin vor ca. einem halben Jahr zufällig auf Euch gestossen und habe mich jetzt bis zur aktuellen Folge durchgehört. Vielen Dank für die vielen Informationen und vor allem, wie diese von Euch herübergebracht werden.
        Schöner fände ich es allerdings, wenn Ihr zu den Örtlichkeiten OpenRailwayMap benutzen würdet, denn dort sind oft noch hilfreiche Zusatzinfos zu finden. (z.B. ist das „Schlundgleis“ direkt in der Karte zu finden: http://www.openrailwaymap.org/?lang=null&lat=50.951501025283875&lon=6.945577561855315&zoom=18 &style=standard )
        Fehlende Informationen (z.B. Gleisnummern) kann man dort auch relativ einfach nachtragen. Schön ist auch die Ansicht der Signale oder der Geschwindigkeiten.
        Also das ist mein erster Wunsch und mein Zweiter Wunsch: Kannst Du mal in der „Laberecke“ kurz Deine Lieblingspodcasts vorstellen, das würde mich interessieren, da ich auf die meisten Podcasts durch Empfehlungen aus anderen Podcasts gekommen bin. Eund mein letzter Wunsch zu Weihnachten: Macht weiter so, Ihr seid Spitze!
        Liebe Weihnachtsgrüße vom neuen Stammhörer Udo

  4. Von mir ebenfalls vielen Dank für die Folge! Eine Sache würde mich zum Thema Bereitstellung noch interessieren: Wie viele Bereitstellungslokführer sind denn etwa gleichzeitig im Dienst? Natürlich wird das je nach Tageszeit verschieden sein, aber ich hab so gar keine Vorstellung, ob das 5, 10 oder 30 Leute sind…

    Zum Thema Stromausfall bei Stellwerken: Im Prinzip ist es genau so, wie Marcus es für Rechenzentren erklärt hat. Es ist eine Batterie als Sofortreserve für einige Minuten vorhanden sowie ein Dieselaggregat. Es gibt wohl auch Stellwerke ohne Notstromaggregat; dort ist die Batterie entsprechend größer ausgelegt, um ein mobiles Aggregat heranschaffen zu können, bevor die Batterie schlappmacht.

    Solange das Stellwerk im Batteriebetrieb läuft, ist die Bedienung dahingehend eingeschränkt, dass immer nur eine Weiche gleichzeitig umlaufen kann. Dies liegt darin begründet, dass die Weichenantriebe die größten Verbraucher sind. Ohnehin sind Umstellvorgänge im Batteriebetrieb auf das unbedingt Notwendige zu beschränken.

    Wenn das Notstromaggregat einmal läuft, ist das Stellwerk wieder uneingeschränkt bedienbar.

    • Hallo Michael,
      die Anzahl der Bereitsteller, die gleichzeitig arbeiten, ist natürlich abhängig von der Tageszeit. Nachts sind deshalb mehr Bereitsteller im Einsatz als tagsüber.
      In der Regel sind tagsüber bis zu 10 Bereitsteller gleichzeitig in beiden Banhöfen unterwegs, nachts bis zu 15. Das ist natürlich nur auf den Standort Köln bezogen.
      Da tagsüber auch viele Abstellfahrten und Wendefahrten von den Strecken-Tf übernommen werden, brauchen wir tagsüber nicht so viele Bereitsteller.
      Aber gerade nachts, wo viele Züge in Köln enden und dann in die Werke fahren brauchen wir natürlich viele Bereitsteller, um z.B. Züge in die Halle rein oder aus der Halle raus zu fahren. Dazu kommen dann auch noch Sachen wie das Waschen der Züge und natürlich das Vorbereiten von Zügen für den nächsten Morgen.
      Ich hoffe ich konnte dir deine Frage ein bisschen beantworten.
      /l

  5. Hallo Leute,
    wieder eine tolle Folge! Ich muss schon sagen, ihr habt es wirklich drauf!
    Den größten Teil eures podcasts habe ich hier an meinem Fenster mit Blick (noch ohne Lärmschutzwand) auf den Bahndamm bei der S-Bahn Station Nippes verfolgt.
    Danke, dass ihr mir mal alle diese vorbeifahrenden Züge sortiert habt.
    Ulkig ist es ja auch, dass in mitten des BBf-Geländes eine Schule, eine Kunsthalle und eine Disko untergebracht sind. Auf dessen Rückseite riecht man schon das Gleis 47.. 🙂 Auch das Schauspiel der Stadt Köln hatte hier einmal ein Ausweichquartier – zu erreichen sind diese Anwesen über den Gladbacher Wall. In dessen Verlängerung muss es noch einen alten unterirdischen Tunnel geben, der unter dem BBf verläuft und zu dem damaligen benachbarten Güterrangierbahnhof Gereon führte (heute Mediapark und August-Sander-Platz). Kennst du diesen Tunnel, Lukas? Aber sag jetzt nicht, dass da die IRP lagern….

    Noch eine Anregung, wollt ihr euch nicht für den Deutschen Podcast Preis 2020 bewerben? -„Reden ist Silber und Silber das neue Gold“ – Anmeldeschluss ist der 31.12.2019 23:59 Uhr. Rubrik Bildung oder Rubrik Technik – beides wäre denkbar. https://www.deutscher-podcastpreis.de/
    Mindestens eine Stimme hättet iht schon.

    viele Grüße
    Michael

    • Hallo Michael,
      vielen Dank für dein Feedback.
      Bezüglich der Tunnel im Bbf: Es gab damals 2 Tunnel.
      Der östliche führte vom Bbf zum „Schlundgleis“ und von dort aus weiter zum ehemaligen Gbf Gereon.
      Der westliche Tunnel führte vom Bbf (neben der Drehscheibe 2) zum ehemaligen Dampflok Bw zwischen dem Streckengleis Köln West -> Köln Hbf und den Streckengleisen von Köln West nach Nippes und Ehrenfeld. Dort gab es in diesem Gleisdreieck mal ein kleines Bw, soweit ich weiß auch mit Drehscheibe (https://goo.gl/maps/4u6mCDGYa4YsSE6e7).
      Beide Tunneleingänge sind auch heute noch im Bbf vorhanden, allerdings durch Zäune abgesperrt: Westlicher Eingang (https://goo.gl/maps/gUkHBXmxnUE4y9AA9) ; Östlicher Eingang (https://goo.gl/maps/jU1DjfURAX353vyE8).

      Weil der Tunnel vom Bbf zum Gbf Gereon früher im Schlundgleis unterbrochen war und es dort wohl mal einen Übergang über das Gleis gab, sind auch heute noch Hinweisschilder an den Einfahrten zum Schlundgleis vorhanden, wo sinngemäß drauf steht, dass man bei Einfahrt in das Schlundgleis pfeifen soll.
      Die Tunnelein- und ausgänge sieht man auch heute noch wenn man durch das Schlundgleis fährt: ca. hier (https://goo.gl/maps/bxWePh1oftR5THfY8). In der 3D Ansicht von Google Maps gut zu erkennen.
      Die Zugänge zu den beiden Tunneln (Gereon und ehemaliges Bw) sind verschüttet bzw. zugemauert, die Zugänge vom Bbf aus sind theoretisch noch zugänglich.

      Kleine Funfact am Rande: Auf dem Eingang zum Tunnel Bbf -> ehemaliges Lok Bw an der Drehscheibe 2 steht heute noch über dem Tunneleingang: „Reichsbahn Schutzraum für 1000 Personen“. Also denke ich mal, dass es sich bei dieme Tunnel nicht nur um einen Zugang zum ehemaligen Bw handelte, sondern auch um einen Zugang zu einer Art Bunker unter dem Bbf.
      /l

      • Danke Lukas,
        jetzt wird mir so einiges klar…
        Durch das Schlundgleis fährt man ja selten als normaler Reisender, aber einen der Tunneleingänge kann man vom Zug aus gerade noch so sehen, wenn man Richtung Köln-West fährt.

    • Hallo Michael,

      zum Podcast Preis: Die von dir erwähnten Kategorien finde ich auf deren Webseite nicht. Dort gibt es nur so etwas nebulöses wie „Bestes Talk-Team“. Abgesehen davon zählt bei solchen Veranstaltungen Reichweite ungemein und die haben wir nicht, weder in der Zahl unserer Hörer noch auf den Sozialen Medien.
      Aber es ist schön zu wissen, das wir deine Stimme sicher hätten.

      Grüße, Marcus

  6. Hallo, wieder mal eine sehr interessante Folge, man bekommt förmlich Lust auch Lokführer zu werden. Ich habe noch eine Frage an Lukas: Wo hälst du dich auf, wenn du zwischen zwei geplanten Tätigkeiten etwas Leerlauf hast und auf einen spontanen Auftrag wartest? Bleibst du auf dem Fahrzeug, das du als letztes bewegt hast? Liebe Grüße

    • Hallo Flo,

      das kommt drauf an, was als nächstes zu tun ist.
      Wenn ich z.B. einen Zug vom Hbf ins Werk nach Nippes gefahren habe und dieser dann erstmal in einem der beiden Innenreinigungsgleise gereinigt wird, dann bleibe ich in der Regel auf dem Zug, wechsel aber den Führerraum, weil die Reinigungsgleise ja Stumpfgleise sind und der Zug eh danach wieder weg rangiert werden muss um Platz für weitere Züge zu schaffen.
      Grundsätzlich ist es eine Frage des Weges.
      Die Wege in Nippes sind lang, da überlegt man sich 2 Mal, ob man von dort wo man gerade ist extra die 15 Min zum Pausenraum läuft nur um Kaffee zu trinken oder ob man erstmal da bleibt wo man ist, weil davon auszugehen ist, dass die nächste Arbeit auch in dem Bereich um einen herum ist.
      Im alten Bbf sind die Wege deutlich kürzer, da gehe ich dann immer wieder zur Meldestelle zurück, weil diese sehr zentral in der Mitte vom Bbf liegt.
      Ich hoffe ich konnte dir deine Frage ein bisschen beantworten.
      Sonst einfach nochmal fragen 😀
      /l

  7. Hallo zusammen,

    danke für eine neue spannenden Folge. Ich möchte ein Lanze für das „Altpapier“ brechen: Ich nutze die IRPs viel und gerne (und vermisse sie, wenn keine im Zug liegen). Vor allem, wenn ich einem anderen Zug als geplant sitze und nur die Durchsage „Alle planmäßigen Anschlüße werden erreicht“ kommt, finde ich das Altpapier sehr hilfreich, um zu schauen, wie ich weiterkomme. Daher: Danke Lukas fürs Schleppen :-).

    Macht weiter so – ich freue mich schon auf neue Folgen im neuen Jahr

    Frohes Fest, guten Rutsch
    Charly

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