#56 ICE auf fremden Terrain

In dieser Folge unterhalten wir uns wieder ewig in der Laberecke und schaffen schon wieder kein Hauptthema. Dafür erzählt uns Marcus eine schöne Geschichte wie der ICE nach Amerika kam und natürlich kommt auch euer Feedback nicht zu kurz.

Viel Spaß beim reinhören!

00:00:00 Intro
00:00:36 Begrüßung
00:01:10 Marcus
00:23:00 Lukas
00:30:45 Sebastian
00:44:10 Aufreger der Woche
00:48:20 Ein ICE auf großer Fahrt
01:19:55 Feedback
01:47:09 Outtakes

Downloadlink: Folge als Download zf56.mp3

Links:

Klappbarer Prellbock [YouTube]
Fotos des ICE in den USA [DSO]
Mehr Fotos und viele Fakten [ice-fansite.com]
Amtrak’s High-Speed Rail Tours of 1993 [YouTube]
Feedback:
Der DB Ideenzug City im Detail [YouTube]
Der neue IdeenzugCity von DB Regio [Bahn.de]

Eure Gastgeber

Sebastian Jorczik
alias CargoMan


Lukas Klein


Marcus Metzdorf

12 Meinungen zu “#56 ICE auf fremden Terrain

  1. Hallo liebe Zugfunker,

    wieder eine sehr unterhaltsame Folge, besonders die Geschichte über den ICE bei Amtrak.
    Jetzt bin ich nach einem Jahr fast durch mit EiBs on Air/Zugfunk und finde es nach wie vor genial, was ihr macht. Man erfährt so viel aus dem Bereich Eisenbahn, den man als Außenstehender gar nicht mitbekommt.

    Zum Thema Schnellverkehr in Amerika (allerdings nicht USA, sondern Kanada) hab ich noch eine Anmerkung: In den 80er Jahren sind ehemalie TEE-Triebzüge der SBB (RAm) verkauft worden, um als „Northlander“ in Ontario zu verkehren. Über eine Rückholaktion einer Garnitur nach Europa gibt es eine Folge von Eisenbahnromantik: https://www.youtube.com/watch?v=B2URg7KPdMU

    Apropos TEE: Dessen ostdeutsches Pendant, der VT 18.16 (bzw. BR 175/675) hatte ebenfalls drehbare Sitzbänke in den beiden Großräumen in den Maschinenwagen. Das gab es auch im hochwertigen Fernverkehr der Deutschen Reichsbahn der DDR.

    Vielleicht könnt ihr auch irgendwann mal eine Folge über die Entwicklung des internationalen Fernverkehrs in Ost und West machen (Stichpunkt TEE und Fernverkehr in der DDR). Wäre bestimmt auch mal intererssant.

    Viele Grüße aus dem Erzgebirge.

  2. Hallo liebe Zugfunker,

    bin in einer EIBsonAir-Folge zufällig auf euch gestoßen, woraufhin ich natürlich gleich zu Folge 1 gesprungen bin und alles nachgehört habe. Bis jetzt habe ich keine Folge verpasst und ihr seid ein fester Bestandteil meiner täglichen Autofahrt ins „Gschäffd“ wie man bei uns sagt 🙂

    Habe beruflich keinerlei Berührungspunkte mit der Eisenbahn, bin aber seit meiner Kindheit fasziniert davon und könnte mich stundenlang „reinnerden“ 😉 Ihr macht einen großartigen Job mit dem Podcast, dafür erstmal ein großes Dankeschön!

    Die Geschichte heute war hochinteressant, wobei mein persönliches Highlight der Verweis von Lukas auf Romano Henning war. Mehr Bodenständigkeit nach einer Rekordfahrt geht ja wohl nicht, oder? 😀
    Ist wohl die norddeutsche Gelassenheit 🙂

    Falls es euch interessiert, wie der gute Mann heute über die Fahrt denkt, anbei ein Link zu einem interessanten Beitrag vom NDR:

    https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/75-Jahre-Niedersachsen-Drei-Jahrzehnte-ICE-Verkehr,hallonds66134.html

    Die Tatsache, dass der Übersee-ICE hierzulande im Einsatz war hat mich auf folgende Idee gebracht:

    Man übernimmt die Patenschaft für eine Lok oder einen Wagen und kann den Standort jederzeit live auf einer Karte verfolgen. Ohne großen Nutzen, nur aus Interesse 😀
    Das Thema „Railradar“ analog zu Flightradar24 kam ja glaube ich schonmal in einer Folge auf, richtig?
    Gibt natürlich etliche Gründe, die die Ausführung unrealistisch machen, wäre als Nutzer aber sofort dabei, „meinen“ Wagen zu verfolgen.

    So, jetzt habe ich euch erstmal genug zugeschwallt, wollte das aber mal loswerden!

    Macht weiter so und ich freue mich auf die nächsten 2000 Folgen 😉

    Viele Grüße aus dem Schwarzwald,
    Matze

  3. Als Eisenbahnfahrerin las ich von Jaroslav Rudiš „Gebrauchsanweisung fürs Zugreisen“. Es handelt vom Reisen mit Zügen quer durch Europa mit interessanten Querverweisen zu Schriftstellern, bei denen Züge, Bahnhöfe eine Rolle spielen. Ich suche seit 20 Jahren Literatur, die im weitesten Sinne mit der Eisenbahn verbunden sind. Beispielsweise „Eisenbahnzüge“ von Thomas Josef Wehlim aus Leipzig oder die Geschichte über den Freiheitszug, darüber gibt es von der Autorin Maria Hammerich-Maier eine eigene Webseite „Die Autorin Maria Hammerich-Maier veröffentlicht nach jahrelangen Recherchen online die von ihr zusammengetragenen Fakten über den Freiheitszug: „Als Freiheitszug (tschechisch: Vlak svobody) ging der Personenzug 3717 der Tschechoslowakischen Staatsbahnen (ČSD) in die Geschichte ein. Mit diesem Zug durchbrachen am 9. September 1951 tschechoslowakische Eisenbahner und Regimegegner mit ihren Familien die Grenze zur Bundesrepublik Deutschland.“
    Wünsche rundum Frohe Festtage.

  4. Danke für die Folge!
    Meine Frage hat aber nichts damit zu tun:
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=78735
    Langsamer ist mehr: Wie ein Tempolimit für die Schiene der Bahn Beine machen könnte

    https://www.lok-report.de/images/news/news_2021_42/Fachlicher_Hintergrund_Weckruf_Verdreifachung_Schienenverkehr_bis_2030.pdf
    Fachlicher Hintergrund zum Weckruf
    „Verdreifachung des Schienenverkehrs bis 2030 –
    Mit Takt vor Tempo für die Klimabahn“

    Kennt ihr diese Initative? Wie ist eure Meinung zu dem Vorschlag.

    Ansonsten macht weiter so

    Grüße aus Karlsruhe

    Martin

    1. Hallo Martin
      Ich finde die Idee ganz gut, doch auf vielen Abschnitten in Deutschland ist das nicht praktikabel. Auf der Rechten Rheinstrecke spricht nichts dagegen, aber stell dir mal vor, zwischen Hamburg-Hannover und Hamburg-Berlin würden die ICEs statt 200/230 km/h nur 120 fahren.
      Das würde zwar vor allem die Strecke Hamburg-Celle entlasten (wie Gustav Richard schon mal erklärt hatte), hätte aber Katastrophale Auswirkungen auf den Fernverkehr.
      Beispiel: Wenn der ICE zwischen Hamburg und Berlin 120 fahren würde, bräuchte er mit halt in Spandau und 5% Fahrzeitpuffer etwa 3h (Quelle: Trassenfinder).
      Wenn das Realität wird, wären Autos schneller, und eine der am meisten genutzten ICE-Verbindungen hätte seine daseinsberechtigung verloren.
      Wenn es nach mir ginge, würde ich auf dieser Relation eine 300 km/h NBS bauen. Das würde sehr viel Sinn machen, weil ja kaum gehalten werden müsste und der ICE 280 km lang fast durchgehend 300 fahren könnte.

      Zurück zum Thema: Ich bin eher dafür, wo immer möglich schnelle und langsame Verkehre zu trennen. Manchmal ist das wie bei diesem Projekt zwischen Hamm und Bielefeld ohne neue Gleise möglich: https://neubaustrecke-bielefeld-hannover.de/willkommen/schnellfahrstrecke-bielefeld-hamm/
      Und manchmal muss es eben eine Neubaustrecke sein. Denn auf Strecken, die ICEs mit einer SFS umfahren können, macht dein Vorschlag ja durchaus Sinn.

    2. Ich fühle mich lustigerweise an die Weihnachtsfolge erinnert (Kompliment an die Zugfunker dafür, war klasse!), denn im Grundsatz ist das ja der Holländische Weg: Keine Vielzahl an Schnellfahrstrecken, dafür Fokus auf kurze Taktzeiten. Dennoch halte ich den Vorschlag in dieser Form für vollkommen Absurd: Nimmt man nur mal Hannover – Hamburg, wo er vorsieht durch Senkung der Geschwindigkeit alle 10 Minuten (!) zu fahren, liegt der Schnitt des ICE aktuell mit V-Max 200 so bei 144 km/h. Ich bezweifele stark, dass man die Zahl der ICE hier verdreifachen könnte, nur indem man das Delta von rund 70 auf rund 50 km/h senkt.
      Überhaupt ist der Grund für diese Unterschiede ja weniger die Höchstgeschwindigkeit, sondern einfach die Anzahl der Halte. Man braucht also so oder so neue Gleise. In Holland legt man die für 140 km/h neben den Bestand, da Schnellfahrstrecken, wie ich aus der Folge gelernt habe, aufgrund der Bodenverhältnisse extrem teuer sind. In Deutschland wird es in aller Regel wirtschaftlicher sein die Gleise stattdessen neben die Autobahn zu legen und darauf auch schneller zu fahren, da man nun ja keinem langsamen Zug mehr in die Quere kommt.
      Richtig albern wird es dann, wenn die Senkung der HG auf der KRM eingefordert wird, wo dies überhaupt gar keinen Effekt auf die Kapazität hätte, abgesehen natürlich davon, dass man schlagartig mehr Fahrzeuge und Lokführer bräuchte weil die Umläufe sich drastisch verlängern (und nebenbei natürlich auch mehr Energie verbrauchen).

  5. Hallo, ich habe mal einen Themenvorschlag:

    Die 700er Baureihen. Wie ist die Bahn aus Sicht der Lokführer bei den Bahndienstfahrzeugen?

    Und in diesem Rahmen was ist das bei bei z.B. BR 218 392-9 für ein „vierter Scheinwerfer“ neben dem oberen Spitzlicht? ^_^

    Ich kann das auch nicht genauer eingrenzen, da müsst ihr selber schauen ob und wie das ein Thema hergibt.

  6. Hallo erst mal,

    den Blick über den Tellerrand fand ich super. Ich würde sowas gern öfter hören. Es ist schon ziemlich spannend wie andere Eisenahngesellschaften ihren Betrieb organisieren.

    Im übrigen hat die Ausbildung bei mir angefangen und ist echt spannend.

    Gruß Nico

  7. Cool dass ihr nach so wenig Zeit wieder eine Folge rausbringt!

    Die Laberecke fand ich ganz spannend, vor allem wusste ich nicht, dass die Cargo-Tfs auch bei der DB regelmässig übernachten.

    Die Geschichte mit den USA war sehr interessant! Das beste finde ich ja, dass der Zug immernoch in Betrieb ist…
    Fast das gleiche hat die DB zusammen mit der SNCF einige Jahre später mit dem „Eurotrain“ nochmal versucht.
    Man hat die Wagen eines TGV-Euroduplex🇫🇷 mit den Triebköpfen der BR 402🇩🇪 zusammengebastelt. Das ganze sieht auf den Bildern schon ziemlich witzig aus.
    Dann hat man sich in Taiwan auf die Lieferung von diesen Zügen und den Betrieb einer Schnellfahrstrecke über 35 Jahre beworben.
    Außerdem hat man an einer Ausschreibung für Schnellzüge auf der damals neuen, 1.300 km langen Schnellfahrstrecke Shanghai-Peking teilgenommen, die man gegen CRRC verloren hat.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Eurotrain_(Joint_Venture)

    Ihr habt übrigens auf der Webseite die Kapitelmarken von letzter Folge geschrieben.

    Euch allen eine schöne Adventszeit 🎅🎄

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