Zugfunk #14 Saft- und Kraftlos

Prüfungsvorbereitung, Kältewelle, Störungen in Bayern, Autoführerschein, Oberleitungsstörung, Laptop, Ausfall Fahrleitungsspannung, BR 187, Stützbremse, Bestrafung von Lokführern, FIS, Köln Nippes, Gehörschutz

Die Grippewelle in Deutschland macht auch nicht vor unseren Podcastern halt. So kämpfen Lukas und Sebastian deutlich mit ihrer Konzentration während wir euch erklären, wie wir reagieren müssen, wenn der „Saft“ mal nicht wie gewohnt aus der Oberleitung fließt. Ergänzt wird das ganze durch einen Kleinen Ausflug zum Thema Last Mile und Stützbremse. Und in der Presseecke gibt eine längere Diskussion über fahrscheinlosen ÖPNV.

Viel Spaß beim Reinhören!

00:00:00 Intro
00:00:35 Begrüßung
00:01:09 Aktuelles
00:08:03 Ganz schön kalt draußen
00:13:08 Neuer Laptop
00:20:43 Fahren Lokführer anders Auto?
00:24:49 Ausfall der Fahrleitungsspannung
00:41:32 Stützbremse
00:43:31 Last Mile Lok
00:51:45 Das Spiel
01:00:50 Presseecke
01:01:43 Lokführer müssen Selbstgespräche führen
01:09:03 Neues ICE Werk in Köln
01:14:00 Lokführer sollen bestraft werden
01:20:43 Lustige Anzeigen an S-Bahnen
01:23:38 Diskussion Fahrscheinloser ÖPNV
01:51:54 Feedback

Downloadlink: Folge als Download zf14.mp3

Hauptthema:
Chip: Laptop vs Notebook
LTE: Bombardier Traxx 187
YouTube: Baureihe 187 – TRAXX ‚Last mile diesel‘ in action

Presse:
Kurier: Lokführer müssen Selbstgespräche führen
Kölner Stadtanzeiger: Neues ICE-Werk in Nippes geht in Betrieb
Welt: Was die Bahn und Lufthansa von Japan lernen können
TZ:S1 nach Oberammergau? Anzeigen an S-Bahnen verwundern Fahrgäste
Focus: Weil Fahrverbote drohen: Bund erwägt Förderung von kostenlosem Nahverkehr
YouTube: Pointing and Calling

Feedback:
BahnCast #19 Eisenbahnsignale in Deutschland

mit dabei:

Lukas Klein
Marcus Metzdorf
Sebastian Völker

Ihr erreicht uns unter

12 Gedanken zu „Zugfunk #14 Saft- und Kraftlos

  1. Zum Thema „Bei der ÖBB muss man Signale ansagen“ ein Hinweis: Das japanische Point&Call-Systems, Macht nicht nur der Lokführer, sondern auch der Zugbegleiter, der schaut dann eben nicht nur raus, sondern macht eine Zeigegeste „ich sehe, dass die Türen frei sind“ https://youtu.be/syLy13I092s Entsprechend der Untersuchungen der JapanRail hat das Unaufmerksamkeit en stark verringert und gilt als einer der Faktoren für das Extrem pünktliche Eisenbahnnetz. Von JR hat es auch andere Bereiche der japanischen Gesellschaft erreicht, überall wo Routine zur Gefahr werden kann.

    Das System wirde auch in der New Yorker U-Bahn übernommen. Da müssen die Zugbegleiter auf eine Tafel zeigen nach dem Motto „wir stehen an der richtigen Stelle“ bevor er dir Türen frei gibt: https://youtu.be/xqBYKYf7tXc (bzw. Lustiger: https://youtu.be/i9jIsxQNz0M)

    Das in Österreich ist wohl ein erster Versuch, der Lokführer mit 40 Jahren Erfahrung wäre wohl kaum dazu zu bekommen da mit Gesten rum zu machen. Ob Lokführer sich dran halten? Nun, in einer Überwachungsfahrt oder einer Gastfahrt am Führerstand sieht man ja, ob das routiniert passiert oder der Lokführer sich in der Situation dazu zwingen muss und kann entsprechend drauf reagieren (sei es disziplinarische, didaktisch oder in dem man das. Verfahren wieder abschafft)

    • Hallo Jo,

      ja es gibt noch weitere Studien, das diese Verhaltensweisen wirklich die Zuverlässigkeit bei trivialen Aufgaben verbessern. Selbst glaube ich daran allerdings weniger. Aber mal schauen wie das Thema sich weiter entwickelt um ob vielleicht noch andere Unternehmen nachziehen.

      Grüße, Marcus

  2. Hiho, ihr hattet nach Lokführern und ihr Verhalten im Straßenverkehr gefragt. Nun bin ich kein Lokführer, sondern komme von der Gummi bereiften ÖPNV Fraktion (also Busfahrer) und ich persönlich habe im PKW durchaus Schwierigkeiten mich an die Geschwindigkeit zu halten. Denn und das könnte bei einem Lokführer vielleicht ebenfalls zu treffen, ich nehme die Geschwindigkeit im PKW nicht richtig wahr! Im großen Bus kommt einem 50 kmh deutlich schneller vor als im PKW, daher erwische ich mich im Auto selbst öfter mal etwas zu schnell. Weiß ja nicht, ob es einem beim Zug fahren ähnlich geht, könnte es mir aber gut vorstellen…
    Mein Gedanke, als Straßen Kutscher

    Grüße und weiter so

    • Hallo Christian,

      danke für deine Rückmeldung. Die Geschwindigkeitswahrnehmung ist ein guter Punkt und wie auch bei dir fühlen sich die hohen Geschwindigkeiten im Zug anders an als im Auto. Allerdings fahre ich einen Zug weniger nach Gefühl als ein Auto. Sprich, die Augen sind viel öfter auf den Tacho gerichtet. Und eben das, so glaube ich, ist etwa, dass aufs Autofahren „abfärbt“.

      Grüße, Marcus

    • Da kommt auf jeden Fall was. Und nein, meines Wissens gibt es dort keine Schutzstrecke. Ich glaube auch nicht, dass das hier gemeint ist.

  3. Hi,
    Ich habe einen Vorschlag für die Presseecke.
    Mich würde mal eure Meinung zu dem hier interessieren:
    https://www.deutschebahn.com/pr-muenchen-de/aktuell/presseinformationen/02_09_Pilotprojekt_Anschlusssicherung-1328862

    Dazu auch die Frage: Stimmt es, das der Zugbegleiter momentan schon dem Disponenten einen Anschlusszug zu anmelden kann, der dann warten muss? Und wenn ja warum macht der das nie 🙂

    Ps: Wieder ein sehr schöner Podcast, ich freue mich schon auf den Nächsten.

    • Hallo Ben,

      Können wir gerne drauf eingehen.

      Selbstverständlich können Zugbegleiter Anschlusszüge „vormelden“ und das tun sie auch ständig. Voraussetzung ist natürlich, dass die Fahrgäste ihm bescheid geben, dass sie in einen anderen Zug umsteigen wollen.

      Marcus

      • Meine letzte Erfahrung mit einem wartendem Anschlusszug war, dass der Zugbegleiter ansagte „Der Anschlusszug wartet“ woraufhin ich zum nächsten Gleis sprintete wo der Zug noch stand. Leider mit geschlossenen Türen und dann fuhr er ohne mich los. Darum war ich ehrlich überrascht das der Zugbegleiter dafür sorgen kann, dass gewartet wird. Man lernt eben nie aus.

  4. Zum Thema Fahren Lokführer anders Auto?
    Ich kann gut vorstellen dass ihr beim Auto fahren öfters und besser auf die Geschwindigkeit und auf die Ampeln achtet. Aber Spiegel und Schulterblick etwas vernachlässigt. Weil ihr ihn beim Zug Fahrrad nicht braucht. Es währe komisch wen ihr bei weichen Fahrten erst einen schulterblieck machen müsstet (geht ja auch garnicht).

    Wieder ein toller Podcast ich freue mich schon auf den nächsten.

  5. Zum Thema Lokführer am PKW Steuer: Bei mir wirkt es sich nicht auf die Geschwindkeit aus, ich fahre mit dem PKW meist ein paar km/h mehr, beim Zug jedoch werde ich schon bei einem km/h mehr etwas nervös. Anders verhält es sich beim Bremsverhalten seit ich Lokführer bin. Wenn ich sehe, dass eine Ampel rot wird oder vor mir langsamere Fahrzeuge sind nehme ich schon sehr früh das Gas weg, nutze die Motorbremse (Gang runter) und lasse das Auto rollen, um möglichst wenig oder im Idealfall gar nicht die Fußbremse nutzen zu müssen -> Stichwort dynamische Bremse und energiesparende Fahrweise.

    Liebe Grüße. Max

    PS: Höre sehr gern eure Podcasts während der Pause, macht weiter so.

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