Zugfunk #32 Hohoho (die Pfeife muss ballern)

Unterricht, 1. Hilfe, Verkehrsleitung, Drehscheibe, Spitzensignal, Schlusssignal

Ihr beleuchtet zu Weihnachten eure Fenster, wir beleuchten ganzjährig unsere Züge: In unserer letzten Folge dieses Jahr schauen wir uns an, wie das genau aussieht und wagen auch einen kurzen Blick ins nahe gelegene Ausland.

Zudem beginnen wir unser neues Spiel und entwickeln Visionen wie Eisenbahn in Deutschland aussehen könnte.

Viel Spaß beim Reinhören!


00:00:00 Intro
00:00:24 Begrüßung
00:01:56 Laberecke
00:42:40 Aufreger der Woche
00:51:08 Hauptthema
01:28:30 Das Spiel
01:46:48 Presseecke
02:15:54 Feedback
02:35:25 Verabschiedung

Downloadlink: Folge als Download zf31.mp3

Links

Die Epoche II und das Dreilicht-Spitzensignal
Signale an Zügen
Wikipedia: Dreilicht-Spitzensignal
Die Signale der Deutschen Bundesbahn 1959
Youtube: Besuch in der Verkehrsleitung
Youtube: Einsatzzentrale der Deutschen Bahn in Duisburg
DB: PlanKorridor – Für mehr Pünktlichkeit
ZDF: Bahn denkt über Doppelstock-ICE nach
facebook: Die Bahn lässt nachts ICE hupen
Youtube: Die Bahn lässt nachts ICE hupen

Lukas Klein
Marcus Metzdorf
Sebastian Völker   

Ihr erreicht uns unter

13 Gedanken zu „Zugfunk #32 Hohoho (die Pfeife muss ballern)

  1. Als ich das mit dem Dosto-ICE las bei euch und eure Anmerkung hörte „dann können da weniger Leute auf dem Gang sitzen“ war der erste Gedanke: Das hat bestimmt die Pressestelle verbreitet mot dem Dosto ICE. Die hatten ja kürzlich große Problem mit „Personen die im Gang sitzen“ 🤣😝

    Das mit dem Fahrzeugwildwuchs ist wohl wirklich groß geworden, sich aber von einem Modell abhängig machen ist auch keine gute Idee wie man gerade bei der Boeing 737 (max) sieht.

  2. Hallo liebe Zugfunker,

    das war wieder eine spannende Sendung!
    Dem „neuen Spiel“ habe ich auch interessiert zugehört. Vor allem Markus Vision von der Auslastungsanzeige in der Bahn fand ich top. Die Idee ist allerdings nicht so ganz neu, denn da ist schon was in der „Mache“.

    https://bahnblogstelle.net/2018/02/26/pilotprojekt-s-bahn-stuttgart-testet-erste-dynamische-wegeleitung-mit-leuchtstreifen/
    https://www.facebook.com/deutschebahn/videos/1819925408026450/

    Diese Vision geht sogar darüber hinaus. Man möchte schon am Bahnsteig signalisieren, wie die Auslastung in der ankommenden Bahn verteilt ist.

    Viele Grüße

  3. @Einheitslok:
    Ich halte eine Einheitslok nicht für sinnvoll. Neben dem erwähnten Argument, dass man sich an einen Hersteller bindet der dann quasi das landesweite Monopol bekommt (und sicherlich als erstes die Preise anhebt und die Qualität absenkt), gibt es dann auch keinen technischen Fortschritt mehr. Außerdem sind Monokulturen immer ein Risiko weil bei einem Serienfehler wohl möglich die gesamte Flotte stillsteht (siehe Boeing 737 MAX).

    @Belegungsanzeige:
    Eine Anzeige der Wagen-Belegung fände ich auch gut, das wird sich aber vermutlich nicht über die Sensoren der Luftfederung messen lassen, denn bei der Belegung geht es um die freien Sitzplätze und nicht um das Gesamtgewicht des Wagens. Während man das Gewicht der Frisch- und Abwassertanks vielleicht noch rausrechnen kann, wird es beim Gepäck schon schwieriger. Im Extremfall wird ein voller Wagen mit Grundschulkindern auf Klassenausflug als halb voll angezeigt während die Teilnehmenden am Plus-Size-Model-Kongress die Auslastungsanzeige auf 150% hochschnellen lassen. Im Normalfall wird sich das wahrscheinlich halbwegs ausmitteln, aber da so eine Belegungsanzeige vor allem in (fast) vollen Zügen relevant ist, sollte die Anzeige schon auf +- 1-2 Sitze präzise sein. Es führt somit wohl kein Weg an Sitzplatz-Sensoren vorbei.

    @Makrofon
    Kann man (zumindest neu bestellte) Züge nicht mit einer Prüftaste ausstatten, bei der mit reduziertem Druck leiser gepfiffen wird (hatte Markus auch schon vorgeschlagen, aber wohl mehr im Scherz?) oder den Test irgendwo auf freier Strecke machen wo keine unmittelbaren Anwohner sind? Das kann dann vielleicht niemand vom Betriebswerk machen sondern müsste ein Streckenlokführer übernehmen, aber das sollte sich ja vielleicht organisieren lassen? Die Frage ist ja auch, wie oft so ein Makrofon getestet werden muss.

    @FLIRT Luftpresser
    Den Teil habe ich nicht so recht verstanden. Warum muss der Luftpresser beim Abschalten Druck ablassen?

    Ich schlage das Wort „Atacke“ von Lukas(?) als Trinkspiel vor.

    Haben Straßenbahnen keine Sifa?
    https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/bonn-fahrer-ohnmaechtig-passagiere-stoppen-strassenbahn-a-1302542.html

    • @ Grundschulkindern, dann bitte auch eine Prognose der Lautstärke im Wagen. 😉

      @ mehrere Lautstärk-Stufen: Dann müssen alle davon getestet werden. Denn egal, welche der TF im Gefahrfall als erstes drückt, die sollte auch sofort beim ersten Versuch funktionieren, sonst verrinnen wertvolle Sekundenbruchteile. Zur Häufigkeit: Soweit ich verstanden hab, muss die Pfeife einmalig vor jeder Fahrt geprüft werden, und das halte ich auch sehr sinnvoll. Das Problem der Anwohner ist halt, dass es für jeden Zug separat einmalig geprüft werden muss.

      @ Überdruck beim Luftpresser abschalten: Vermutlich gibt es eine Verzögerung zwischen der Sensormeldung, dass der Druck ausreicht, und bis die Mechanik wirklich stillsteht. In der Zwischenzeit wurde weitergepumpt und somit etwas zu viel Druck aufgebaut.

      • Der Ueberdruck wird abgeblasen damit der Kompressor beim Wiederanlauf nicht gegen den Druck starten muss. Das wuerde fuer ihn und seine Stromversorgung naemlich sehr strapazioes werden oder ggf. den Start verhindern (zu wenig Drehmoment aus dem Stand, Ansprechen vom Motorschutzschalter). Ohne Gegendruck startet er dagegen recht problemlos. Im Regelfall muesste das aber natuerlich nicht schlagartig erfolgen, sondern man koennte auch ueber einen Druckminderer langsam (und leiser) abblasen. Ist aber potentiell stoeranfaelliger und bei einer Stoerung/Stromunterbrechung koennte der Kompressor erst nach einer gewissen Standzeit wieder anlaufen.

        Das Makrofon ist sicher nicht unwichtig, aber wenn wir mal ehrlich sind: die Hupe beim Auto ist vermutlich nuetzlicher als das Makrofon, denn im Strassenverkehr ist eher eine Reaktion moeglich als auf der Schiene. Die Vorschrift wird zum guten Teil noch aus der Zeit stammen als es eben keinen Funk und nur Streckenfernsprecher gab. Die Autohupe wird uebrigens max. alle 2 Jahre geplant getestet. Ich denke auch bei den Zuegen wuerde es reichen wenn sie auf dem Weg zum Endbahnhof das Makrofon testen, bevor sie bebautes Gebiet erreichen.
        Was sagen die Vorschriften eigentlich wenn das Teil dann unterwegs ausfaellt? Ist der Zug am naechsten Bahnhof auszusetzen oder darf er die Fahrt beenden?

        Gruss,
        Daniel

  4. Eine Frage zum Zugschlusssignal:
    Muss man dann immer zum Zugschluss laufen um das einzuschalten oder kann man das vom vorderen Führerstand aus bedienen, gerade bei Triebzügen wie 423 oder 642?

    Ansonsten mal wieder eine geniale Folge!
    Ich wünsche Euch alles Gute fürs neue Jahr!

  5. Liebe Zugfunker,

    ein Gruß vom 36c3 in Leipzig.
    Ich denke der Vortrag

    BahnMining – Pünktlichkeit ist eine Zier von David Kriesel

    ist sicher auch für euch spannend.

    Ich finde er hat bei aller Kritik einen respektvollen und positiven Umgang mit eurer Arbeit.

    Wäre schön, wenn ihr euch den Vortrag mal anschaut und auf die Punkte eingehen könntet.
    Inwieweit deckt sich denn die Auswertung mit euren Erfahrungen.

    Ich freu mich auf den nächsten Podcast.

    Grüße aus Sachsen

    Martin

    https://media.ccc.de/v/36c3-10652-bahnmining_-_punktlichkeit_ist_eine_zier

  6. Tolle Folge, danke!

    Ich weiß nicht, ob RBen oder REe üblicherweise mit Packungsbeilage kommen, aber gestern Nacht hätte es mir sehr geholfen, Anschlusszüge auf Papier nachschlagen zu können. An dem Abend in dem Dorf vereinigte sich die Inkompetenz von Busfahrer, Taxizentrale und mehrerer Mobilfunkanbieter, zusammen mit eisiger Kälte, zu einem Ausmaß von Abenteuer, das ich nie hätte voraussehen können. (Sonst wär ich einfach daheim geblieben!) Irgendwann kam dann, verspätet aber zum Glück doch noch, einer der letzten dort fahrenden Züge. Vor der Kälte konnte er uns retten, das Funkloch aber begleitete uns noch bis zum Endbahnhof des Zuges. Da wäre es schon praktisch gewesen, noch während der Fahrt lesen zu können, von welchem Bahnsteig es weitergeht. Als Kompromiss reichen ja vielleicht auch in jedem Wagen vorne und hinten ein Stapel zur Selbstbedienung, wenn der Zug halt nicht gar zu voll ist. Bei Displays versperren meist andere Reisende deinen Blick genau dann wenn du gucken willst. Am besten gleich ne ganze Traube von Leuten, die auch alle gucken wollen.

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