Zugfunk #37 Thyristor

Arbeitsunfall, Schleifleiste, Stuttgart, Fahrzeugausbildung

Eine weitere Folge unserer Serie über die Antriebstechnik der Eisenbahn erwartet euch. Dieses mal geht es um ein unscheinbares, aber dennoch wesentliches Bauteil, den Thyristor.

Zudem erfahrt ihr, was das in Regenbogenfarben schimmernde Knie vom Sebastian mit der Schleifleiste eines ICE zu tun hat und wieso Lukas quasi Busfahrer geworden ist.

Viel Spaß beim Reinhören!


00:00:00 Intro
00:00:35 Begrüßung
00:02:27 Laberecke
00:33:56 Hauptthema
01:01:19 Das Spiel
01:30:47 Presseecke
01:31:00 Rezo
01:33:20 Modernisierung der ICE-Flotte: Läuft und läuft und läuft
01:49:16 Im Eiltempo in die Krise
02:12:43 Euer Feedback
02:30:32 Verabschiedung

Downloadlink: Folge als Download zf37.mp3

Links
Wikipedia: Thyristor
Youtube: Das Geheimnis der Oberleitung
Bahn Praxis: Automatische Stromabnehmer Senkeinrichtung
OpenRailwayMap: Stuttgart Rosensteinpark

Presse
Wiwo – Mit diesen Zügen will die Bahn das Chaos in den Griff kriegen
Spiegel – Im Eiltempo in die Krise

Lukas Klein
Marcus Metzdorf
Sebastian Völker   
Johannes

Ihr erreicht uns unter

21 Gedanken zu „Zugfunk #37 Thyristor

  1. Mal wieder eine sehr schöne Episode des Podcasts. Nach fast zwei Monaten war die Freude wieder sehr Groß 🙂 . Von eurer Seite aus war ja noch nicht so richtig klar wie es denn mit den ICE 2 in Zukunft so weitergehen wird. https://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&id=586717 Dazu hab ich diesen Thread vor einiger Zeit mal gefunden. Kurzgesagt: Die Mittelwagen des ICE 2 mit ihrer Alu-Leichtbauweise sind nicht sehr reparaturfreundlich und haben angeblich viel mit Verschleiß zu kämpfen. Wer diesbezüglich interessiert ist kann es sich ja durchlesen.

    Außerdem wurden ja die situationsbedingten finanziellen Einsparungen der DB thematisiert. Dabei ist hier auch ein Stopp der Jobeinstellungen und Ausbildungen besprochen wurden. Ich glaube schon gelesen zu haben bzw. das der Herr Lutz gesagt hat, dass die Einstellungsoffensive nicht von der „Corona-Krise“ betroffen sei und fleißig weiter eingestellt werden soll. Den Artikel dazu hab ich nicht mehr finden können. (Ich kann aber zusätzliche Einstellungen/Ausbildungsplätze bestätigen, z.B. hab ich von meinem Ausbilder erfahren dass man nächstes Jahr zusätzlich noch in Hannover (Fernverkehr) ausbildet (wo eigentlich bisher nicht ausgebildet wurde), weil man in Hamburg einfach mit 14 Azubis dieses Jahr an der Grenze ist, letzes Jahr waren es hier auch noch weniger.)

    Gruß, Jason

    • Hallo Jason,

      sehr schöner Thread den da du verlinkt hast, kann ich nur empfehlen.
      Was die Personalpolitik bei der Bahn betrifft, hoffen wir mal dass du und Herr Dr. Lutz da recht behalten werdet.

      Grüße, Marcus

    • Könnt ihr bitte einmal erklären wie viel man in diesen Berufen Verdient?

      1. Zugbereitsteller
      2. Streckenlokführer
      3. Auslandslokführer
      4.Lokführer Ausbilder
      5. Lokführer Gruppenleiter
      6.Lokrangierführer

      Wie viel Nachtzulagrn gibts eigentlich?

      Würde mich über Antwort freuen.

      PS. Bester Bahn-Podcast!!!

  2. Toll, dass ihr auch Knittlingen-Kleinvillars vorbeigefahren seid.
    Dort wohnen immerhin 455 Menschen. Zwei davon kenne ich.
    Eisenbahnhistorisch ist die Haltestelle bedeutsam.
    Die Stadt Knittlingen hat einen Bahnhof, aber keine Eisenbahn.
    Knittlingen sollte von Bretten aus über Knittlingen an die Zabergäubahn bis Lauffen/Neckar angebunden werden.
    Wir viele andere Projekte wurden die Strecken nach dem 1.Weltkrieg nicht realisiert.
    So existiert die Trasse, Bahndämme bis Kürnbach und der Bahnhof in Knittlingen

    Ein anderes Thema:
    Auf der Strecke Bruchsal – Bretten sind die Bahnübergänge nur für Fussgänger geöffnet.
    Ich meine die Aussage war, dass die Übergänge 53 Minuten in der Stunde geschlossen sind.
    Insgesamt hat die Baumaßnahme gravierende Auswirkungen auch auf den Regionalverkehr.
    Ich bin auf den Strecken Bretten – Mühlacker und Mühlacker – Pforzheim – Karlsruhe als Beförderungsfall unterwegs.

    Noch ein Tipp:
    Wenn ihr dann am Bahnhof Maulbronn-West passiert, macht die Strecke einen doppelten Bogen.
    Dort ging die Strecke bist zur Elektrifizierung in den 50ern.
    Man erkennt die beiden Tunnelportale noch.
    Von Mühlacker aus fährt man direkt auf das Tunnelportal zu.
    Es gibt dann noch eine Stichbahn nach Maulbronn, die im Sommer Sonntags befahren wird.

    So, das reicht.

    Danke für euren Podcast von einem Eisenbahnlaien

    Martin

  3. Ein kurzer Kommentar zum Gepäckwagen:
    Prinzipiell sehr gerne, aber bitte nicht als Pflicht! Nicht nur spontanes Reisen wird so schwieriger, auch und gerade wenn man mit der Regionalbahn zum ICE-Bahnhof fährt oder von einem ICE in den Anderen steigt, macht das Probleme. Dann müsste man am Ende eine halbe Stunde oder mehr für jeden Umstieg planen oder sogar noch mehr, um Verspätungen abzufangen. Als freiwillige Ergänzung ist der Gepäckwagen aber sehr wünschenswert.

    Der „Next Generation Train“ vom DLR ist im Podcast ja schon bekannt, bei dem ist vorgesehen, dass „Das Gepäck der Fahrgäste […] separat im Triebkopf durch eine Gepäckanlage gehandhabt [wird]“.

    Noch eine Idee von mir: man braucht vielleicht gar keine große Logistik mit Gepäckabfertigung am Bahnhof. Einfach an den Bahnsteig einen Gepäckwagen hinstellen, wo jeder seinen Koffer selbst reinstellen kann, der möchte. So üblich bei Fähren auf Ostfriesische Inseln. Dann muss bei jedem Halt nur ein Gepäckwagen raus aus dem Zug, einer rein und fertig. Bleibt nur das Problem Diebstahl und dass der Zug so zum stehen kommen muss, dass der Gepäckwagen am Gepäckwagen steht 😉

    LG Ben

  4. Moin!

    Feedback zu euren Ideen: FürgGepäckwagen bin vermutlich zu geizig, günstiger als Hermes wird das ja kaum werden. Ich bin ans Schleppen gewöhnt (Sehe ich in 30 Jahren vielleicht anders), nur wenn man im überfüllten Zug auf Platzsuche gehen muss, nervt es.

    Zu den fensterlosen Fensterplätzen: Die müssen nur richtig vermarktet werden. Mancher Bildschirmarbeiter oder Schläfer mag die ja sogar bevorzugen. Aber wer Fenster reserviert, sollte auch Fenster bekommen.

    Alternativ wären auch virtuelle Fenster wie in manchen Flugzeugen möglich. Nur zum Winken sind die blöd, da virtuelle Fenster draußen vielleicht doch etwas teurer sind.

    Und vielen Dank für die Folge soweit, bin erst halb durch. Ich hatte schon überlegt, wie ich euch möglichst unaufdringlich auf meinen Mangel an hörbaren Eisenbahn-Content hinweisen könnte.

    Johannes

    Johannes

  5. Hì, ich bin von Eurem Podcast begeistert. Bitte macht so weiter.
    Zum Vergleich Piloten vs. Lokführer.
    Das Gehalt ist schon sehr unterschiedlich, jedoch muss der Verkehrspilot seine Ausbildung selbst bezahlen.
    (75.000€ – Quelle: aeronewsgermany).

    Trotzdem sind aus meiner Sicht Lokführer unterbezahlt, gerade im Hinblick auf die Verantwortung für die Menschen bzw. Fracht die sie durch die Lande fahren.

    Grüße Thomas

  6. Das war eine super ZF Folge! Auch wenn diese mit etwas Wartezeit verbunden war.

    Zum Thema Fensterlose Sitzplätze:
    Ich kann es zwar verstehen das so die Anzahl der Sitzplätze erhöht wird. Aber es wäre bestimmt machbar bei einer Buchung auf der DB Seite wo man sich den Platz aussuchen kann die Fenster mit einzubringen. Jetzt mache ich es immer so das ich im Vorfeld gucke welche BR es ist, und mir mir dann mithilfe des Sitzplans einen Platz heraussuche.

    • interessantes Konzept. Lustiger Weise ist diese dreiteilige Eisenbahnkupplung schon sehr nah an unserer Schraubenkupplung, die im Grunde ja auch dreiteilig ist.

  7. Hallo,
    Ich hab eine Frage an euch. Bei und im Rhein-Main Gebiet kommt es immer mal vor das wir S-Bahnen aus anderen Gegenden. Wie werden diese Überführt? Klar, die fahren auf den normalen Schienen und Strom, aber wie sieht es mit der Zugsicherung o.ä. aus?

    Ansonsten natürlich wie immer, tollet Podcast!!

    • Hallo André,

      solange die Züge zu Vollbahn-S-Bahnen wie der S-Bahn München oder Stuttgart gehören sind die Systeme voll kompatibel. Soll heißen, sie können ohne Probleme quer durch Deutschland fahren. Selbst die LZB der Münchner 423 funktioniert. Fahrzeuge wie U- oder Straßenbahnen werden zwischen Bremswagen eingeschlossen und von einer Lok gezogen.

      Ich hoffe, ich konnte deine Frage beantworten
      Marcus

  8. Hast du mal einen 423 überführt?
    Fände es durchaus interessant, wie er den Bremseinsatzpunkt ankündigt.
    -8 s vorher, so wie es bei Kombinationen aus „bestimmter“ Fahrzeug-/Streckenausrüstung passiert)
    -4 s wie auf der Stammstecke oder
    -1000 m, so wie bei un-„bestimmter“ Fahrzeug-/Streckenausrüstung)

    Vermutlich ist es aber ohnehin schwer mit dem 423 auf eine Strecke zu kommen bei der die 8-s-Regel greifen würde…

    • Hallo Martin,

      die 423 der S-Bahn München fahren regelmäßig über andere LZB Strecken, z.B. Petershausen-München. Hier kommt die Ankündigung der Bremskurve 8s vorher. Den Vorlauf von 1000m gibt es auf Strecken mit L72, auch hier sollte sich der 423 entsprechend verhalten.

      Grüße, Marcus

  9. Ein Kommentar zum Thema Gepäckwagen bzw. „Wie soll das dann funktionieren?“:

    So etwas in der Art gibt es aktuell, und zwar in Österreich beim „City Airport Train“ (CAT):
    Das ist ein Pendelzug, der das Wiener Stadtzentrum mit dem Flughafen verbindet. Man kann im Stadtzentrum für seinen Flug einchecken und dort bereits das Gepäck aufgeben. Sehr angenehm!
    https://www.cityairporttrain.com/de/news/europaweit-einzigartig-der-cat-city-chck-in

    Natürlich gibt es bei so einem Pendelzug viele Probleme nicht, die man lösen muss, wenn man das generell im deutschen Fernverkehr realisieren möchte. Aber auch hier braucht man sich nur im Ausland umzuschauen: In Taiwan, beim THSR (aka Shinkansen), ist das ganz simpel gelöst. Da ist vollkommen klar: Wagen 1-5 haben ausschließlich reservierungspflichtige Plätze, Wagen 6-10 kann man ausschließlich ohne Reservierung nutzen. So ähnlich könnte man das – in eurer Utopie – ja auch lösen. Es gibt dann eben Wagen mit Reservierungspflicht ohne Kofferplatz und Wagen für Spontanreisende mit Kofferabteilen.
    Meines Erachtens nach würde das übrigens auch die Zahl der Leute die durch den Zug gehen, um einen Sitzplatz zu ergattern, reduzieren bzw. nicht die Menschen stören, die ihre Reise frühzeitig geplant und Plätze reserviert haben.

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