#53 Schieben, Schieben, Schieben!

Nachschieben im Detail

Ihr habt euch Cargo wieder als Thema gewünscht und wir haben auf euch gehört. In dieser Folge geht es um ein ganz spezielles Thema, das zu 99,9% ausschließlich den Güterverkehr betrifft.
Wir unterhalten uns darüber, wie Züge den Berg hoch kommen. Da wir viel zu wenig Ahnung davon haben, haben wir uns einen Gast dazu geholt.
Genau dieser gibt uns dazu noch ein paar Infos, was eigentlich beim Tarifkonflikt zwischen GDL und DB herauskam.

Viel Spaß beim reinhören!

00:00:00 Intro
00:00:46 Begrüßung
00:03:14 Nico stellt sich vor
00:05:36 Ergebnise der Tarifverhandlungen
00:18:03 Nachschieben
00:39:32 HowTo Nachschieben
01:02:26 Ts & Pfeifsignale
01:09:43 Nachschieben
01:16:50 kleine Katastrophen
01:26:04 gekuppelt den Berg hoch
01:40:44 Nachschieben
01:48:38 zu den Kosten
01:55:53 Korrekturen
01:58:45 Verabschiedung

Downloadlink: Folge als Download zf53.mp3

Links:
Nachschieben [Wikipedia]
TS Signale[Tf-Ausbildung.de]
Nachschieben mit Dampfloks [YouTube]
Nachschieben auf der Spessartrampe [YouTube]
Baureihe 151 [Wikipedia]

Marcus Metzdorf   
Sebastian Völker     
Sebastian Jorczik     
Nico   

29 Meinungen zu “#53 Schieben, Schieben, Schieben!

  1. Wisst ihr was heute für ein Tag ist?

    Andi Scheuer wurde gefeuert 🎉🥳!

    Warum ist das gut? Darum:

    1. Der CSU-Minister bevorzugt sein Bundesland Bayern wo es nur geht: Vergangenes Jahr flossen 291 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt für die Netzinstandhaltung nach Bayern, nur 170 Millionen nach NRW. Dabei sind die Gleislängen in beiden Bundesländern nahezu identisch.

    2. Scheuer ließ in seiner Amtszeit ca. 640 km Fernstraßen bauen, während in der gleichen Zeit nur 147 km Bahntrecke in Betrieb genommen wurde.
    Es ist allein vom Klima her eine Sünde, 2020 noch NEUE AUTOBAHNEN zu bauen!

    3. Nicht er, aber seine Staatssekretäre setzen sich GEGEN die Neubaustrecke Hamburg – Hannover ein. Wie dämlich das ist, könnt ihr euch hier im Video von Gustav Richard angucken: https://m.youtube.com/watch?v=IClKbgNZpGc

    4. Außerdem hat er einen riesigen Haufen unseres Geldes verschwendet.

    5. Außerdem hat er keine Ahnung von Eisenbahn.

  2. Hallo liebe Zugfunker,
    Ich wollte euch sagen das ihr mein Lieblings Podcast seid. In eurem Podcast sind sehr viele wissenswerte Infos.
    Deswegen wollte ich mich bedanken das ihr diesen Podcast macht. Ich und meine freunde haben jetzt wenn wir
    groß sind eine tolle Berufsperspektive
    mit freundlichen Grüßen
    Kolja

    1. Da kann ich nur zustimmen!
      Ich bin 14, und möchte nach dem Abi beim Fernverkehr in Köln oder Hamburg Arbeiten.
      (München wäre auch cool, aber zu teuer)

      Ich höre euren Podcast seit letztem Jahr sehr häufig auf dem Schulweg, und muss sagen: Es ist immer wieder cool, dass der Podcast sehr fachliche Dinge erklärt (vor allem Markus), aber immer sehr witzig ist!

      Ich habe auch noch 2 Fragen:

      Welche Auslands-Züge dürfen Kölner Fernverkehrs-Lokführer übernehmen?
      Und wo fahren die Kölner Fernverkehrs-Lokführer überhaupt hin?

      Wie viel verdient ihr eigentlich?

      1. Zu deiner Gehalts-Frage:
        Ich bin Lokführer bei der DB (3 Jahre Berufserfahrung), und verdiene Netto etwa 2.500 Euro.

        -2000 Euro Grundgehalt (3100 Brutto)
        -300 Euro Grundgehalt
        -200 Euro Ausbleibezeit
        (Zahlen gerundet)

        Das ist schon ziemlich viel Geld, doch die 44.000 – 50.000 Euro Brutto, die immer wieder in Zeitungen und Medien berichtet werden, sind natürlich völliger Quatsch!

        Ich finde cool, dass du dich schon mit 14 so für die Bahn interessierst! Wir können immer neue Kollegen gebrauchen!

      2. Hi ICE Fan 2007,

        Ich bin ebenfalls 14 Jahre alt und möchte ebenfalls nach meinem Abi bei der Bahn arbeiten. Zwar bei Regio, aber das ist Ansichtssache. Nächstes Schuljahr steht bei mir das Praktikum an und ich hoffe, dass ich das bei der Bahn machen kann.

        Ich finde dieser Podcast ist perfekt gemacht für Bahner, Bahninteressierte und noch viele mehr.
        Ein richtig großes Lob an euch 4 dafür 🥳

        Liebe Grüße
        Gustav

        1. Als ob es andere 14 Jährige gibt, die Zugfunk hören😂

          Das mit dem Praktikum möchte ich auch machen, aber im Internet findet man das Schülerpraktikum Lokführer nur bei der S-Bahn München https://karriere.deutschebahn.com/karriere-de/Suche/Schuelerpraktikum-Lokfuehrer-w-m-d–6313678
          und als Kombi-Praktikum TF+FDL in Mühldorf bei Regio https://www.suedostbayernbahn.de/karriere/schuelerpraktikum .

          Ich würde das in München bei der S-Bahn machen, obwohl ich 600 km nördlich wohne. Ich finde die s-Bahn interessant, und bin in München auch das erste mal mit der Bahn gefahren. Laut einem Lehrer kann man aber ein Praktikum in einem anderen Bundesland machen. Ich würde in der Woche dann in München in der Jugendherberge wohnen, was ab 14 ja alleine geht.
          Vielleicht Treff wir uns ja da 😂

          Frage an die Zugfunker:
          Im Internet steht zwar nichts davon, aber wisst ihr, ob man auch bei DB Fernverkehr ein Lokführer-Praktikum machen kann?

  3. Hallo Zugfunker!

    Ihr schimpft ja gerne mal über DB Netz, da seid ihr nicht die einzigen: Denn der Grüne Hamburger Verkehrssenator Herr Tjarks hatte die Idee, dass die neuste S-Bahn Strecke von Holstenstraße zum Osdorfer Baum (ca 8km) nicht wie die anderen Strecken von der DB Netz gebaut und betrieben werden soll, sondern vom Land Hamburg.
    Ich bin gespannt, ob sich dieses Prinzip durchsetzt, dass wäre dann ja quasi wie eine zweite Bahnreform, wenn mehr wichtige Strecken wieder direkt dem Staat oder den Ländern gehören.

    Was haltet ihr von der Idee?

    1. Hallo,

      ich bin der Meinung, dass die Infrastruktur der DB wieder in Staatshand gehört. Es wäre schön, wenn nach Bedarf gebaut bzw. ausgebaut wird. Hierbei geht es mir weniger um Bahnhöfe sondern viel mehr um das Schienennetz wieder flüssiger zu machen. Eingleisige Strecke zweigleisig machen oder Neubaustrecken auf für den Güterverkehr fähig zu machen. Meinem Empfinden nach leidet gerade der Güterverkehr am stark verdichteten Nahverkehrsangebot.

      Auch vom Gesetzgeber muss der Schienenbau und -ausbau deutlich einfacher gemacht werden. Gefühlt sind zig Straßen schneller realisiert und fertig als 1 km weiteres Gleis wo vorher schon ein Gleis lag.

  4. Prima Folge, gewohnt hohe Qualität!
    Allerdings kann ich mir, da dieses Wort in dieser Folge sehr oft gefallen ist, eine Anmerkung nicht verkneifen. Ich bin selbst in den Bereichen Funk und Telekommunikation unterwegs, daher folgende Anmerkung:
    „Ihr bei der Bahn“™ legt ja Wert darauf, dass die Dinge immer richtig genannt werden. Das Teil am Funkgerät, das man in die Hand nimmt und in das man spricht, ist nicht „der Hörer“, sondern der Handapparat 🙂
    Bei dem „Hörer“ handelt es sich um den Teil des Handapparates, mit dem man den Gesprächspartner *hört*. Dann gibt es ja aber auch noch das Mikrofon, sonst könnte man sich schlecht verständigen 🙂
    Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Telefonhörer
    Falls der Handapparat in DB-Richtlinien o.ä. tatsächlich offiziell als „Hörer“ bezeichnet wird, würde mich das interessieren.

    1. Hallo,

      er wird als „Sprechhörer“ bezeichnet. Wobei ich es im Zeitalter von Freisprechanlagen – bei Kfz geht ja Kommunikation schon vom Gesetzgeber nichts mehr ohne – schon etwas seltsam finde selbigen in die Hand zu nehmen.

  5. Zum Thema „Fernsteuern der schiebenden Lok“: technisch sollte das doch auch bei uns problemlos möglich sein. Man muß halt, so wie man es bei Schadwagen mit der Luftleitung ja auch macht, eine Steuerleitung „am Zug vorbei werfen“. bis zur hinteren Lok.Wird aber wohl nur selten Grund geben dazu, nachdem das sichern der Leitung ja auch wieder ein entsprechender Aufwand ist. Was evtl auch noch sein könnte wäre eine Längenbeschränkung beim UIC-Kabel, keine Ahnung ob die klassischen Reisezugwagen das Signal aufbereiten, und selbst wenn sind die ja doch für gewöhnlich kürzer als Güterzüge.

  6. Hallo,
    Kompliment, wieder eine nette Folge mit einem sehr kompetenten Gast.
    Eine Frage – Nico erwähnte zu Beginn der Sendung, dass „Nachschieben“ nicht nur an Steigungen praktiziert wird, sondern auch auf Strecken ohne Fahrdraht. Sind das hauptsächlich kleine Abschnitte auf Rangierbahnhöfen oder Häfen – oder geschieht das auch über längere Streckenabschnitte?
    macht weiter so
    VG Michael

    1. Hallo,

      als ich damals, lang ist es her, meine Ausbildung gemacht habe und wir in diesem Rahmen mitgefahren sind, wurde das mal wegen Bauarbeiten an einer Brücke gemacht. Ich glaube ich zu erinnern, dass es ca. 300 Meter ohne Oberleitung waren. Der witzige an der Sache war, dass der Reisezug kurz vor der „Bügel ab“ Strecke eine Bahnsteighalt hatte. Da wurde man dann von einer BR346 kräftig angeschoben um genügend Schwung zu haben.
      Damals wusste ich allerdings die Besonderheit dieser Aktion noch nicht zu würdigen. Ich kann mich auch nur dran erinnern, dass das alles mit Zp1 geregelt wurde.

      Mit Dieselloks kann natürlich auch regulär nachschieben. Solange halt der Diesel reicht. Es gibt ja noch genug Strecken ohne Strom.

  7. Hallo,

    das war eine super Folge!

    Eine Idee zu Eurer Frage, warum die Schiebelok effizienter ist als die Zuglok: Wenn die Schienen im Herbst nass und schmierig sind, putzt der Zug das sauber, so dass die Schiebelok dann mehr Grip hat.
    Am Albaufstieg in Ulm Richtung Stuttgart ist ja schon manchmal ein ICE 1 liegen geblieben, bei dem ein Triebkopf ohne Leistung war. Wäre mal interessant, ob das immer nur der führende Triebkopf war.

    Viele Grüße
    Thomas

  8. Hallo zusammen,
    zwischen Laufach und Heigenbrücken trennte sich die Schiebelok nicht auf freier Strecke (gibt es das überhaupt irgendwo?) sondern im Bahnhofsteil Heigenbrücken West.

    Auf YouTube habe ich ein Video von einer Führerstandsmitfahrt gefunden, dort kann man das ganz gut verfolgen:
    https://www.youtube.com/watch?v=lsUIpL2D-ik
    6:58 Esig Heigenbrücken
    7:33 Ts 1 – Nachschieben einstellen

    Angehalten wird dann zwischen dem Zsig und dem Asig der Gegenrichtung. Das/die Schiebe-Tfz konnten dann entweder in den Stutzen beiseite fahren oder direkt als (ganz normale) Zugfahrt zurück nach Laufach fahren.
    Hier sieht man das nochmal aus der Perspektive der Schiebelok: https://www.youtube.com/watch?v=miL4QJ52P2g

    Auf der Strecke war es übrigens mehrere Jahre so, dass sich DB Schenker geweigert hat, Züge von Dritt-EVU nachzuschieben. Neben der BR 151 von DB Schenker war dann noch ein „Krokodil“ der Mittelweserbahn stationiert welches die privaten Züge nachgeschoben hat.

    Die Zughakengrenzlast dürfte sich meiner Meinung nach nicht verändert haben. 450 kN Zugkraft für die Schraubenkupplung und 500 kN für die Weißpunktwagen gelten nach wie vor.
    Mit GretA von DB Netz kann sich jedermann die Grenzlasten anzeigen lassen: http://www.dbnetze.com/greta

    So kommt man auf der Geislinger Steige auf 1670 t Grenzlast (mit BR 185 als Zuglok und Schiebeklok) aber nur 1350 t in Doppeltraktion. Kohle-/Erzzüge die quer durch Deutschland und dann über Nürnberg, Passau nach Linz rollen, fahren überall in Doppeltraktion – außer zwischen Nürnberg und Regensburg. Grund: Zughakengrenzlast.

    Bei der DAK würde ich eher darauf setzen, dass man sie mechanisch so stabil baut, dass man keine Schiebelok braucht anstatt sie elektronisch anzusteuern 😉 Die bei Cargo im Einsatz befindliche Automatikkupplung ist ja auch bis 850 kN belastbar.

    Martin

    1. Na dann ist das ja bei mir echt gut gegangen. DT BR189 mit knapp irgendwas über 2000 Tonnen. Wobei ich die 420 kN nicht überschritten habe. Man kommt übrigens mit ca. 30 km/h in Amstetten an.
      Es kann aber auch sein, dass es wieder geändert worden ist. Nix genaues weiß ich nicht und Änderungen gibt es ja viele bei der Bahn.

      Die Kohle- und Erzzüge haben in der Regel jenseits der 3000 Tonnen Gewicht. Da kommt man schon mal schnell an die Grenzlasten des Zughakens für die jeweiligen Strecken.

  9. Vom bei euch weniger ernst gemeinten Entkuppeln während der Fahrt kann ich einen Bogen spannen zu eurer Frage vor ein paar Folgen nach englischsprachigen Podcasts:
    Futility Closet erklärt in Folge 323, ab ca. 14:54 die slip coaches.
    https://www.futilitycloset.com/2020/12/14/podcast-episode-323-the-blind-traveler/

    Zum Thema Nachschieben hätte ich eine Idee.
    Wenn ich König von Deutschland – oder Württemberg – wäre, würde ich die Bahnstrecke Reutlingen–Schelklingen, also den stillgelegten Abschnitt Reutlingen–Engstingen wieder in Betrieb nehmen.
    Da gibt es auch einen Steige, einen Albaufstieg. Mit ca. 100 ‰. Das war früher eine Zahnradbahn (Hohnau–Lichtenstein (kein e vor’m ch)). Meine Idee ist, dass da normale Züge von einer Zahnrad-Schiebelok hoch nachgeschoben würden. Wäre bequemer als 2× Umsteigen und billiger als die ganze Strecke mit Zahnradloks zu fahren.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Reutlingen%E2%80%93Schelklingen

  10. Hallo,

    Ich habe gleich mehrere Fragen:

    Was ist, wenn beim gekuppelten Nachschieben die hintere Lok eine Zwangsbremsung erhält (zB wegen der Sifa)? Natürlich würde der Zuglokführer wegen des Zugs von hinten einen Ruck spüren, und Sofort Bremsen, aber reicht das, um eine Zugtrennung zu verhindern?

    Wenn der Zuglokführer über Funk mitteilt, dass es ein „Halt erwarten“ gibt, wie bremst ihr dann?
    Es gibt ja Lokführer, die Warten, und dann eine starke bremsung machen, und es gibt die, die sofort bremsen. Spricht man sich da ab?

    Übrigens: Die Stadt Geislingen heißt wirklich Geislingen an der Steige.

    Nico ist übrigens ein guter Podcast-Gast, mit gutem Dialekt 😂

    Sebastian2 hat das heute übrigens super gemacht😃, ich würde nicht verstehen, wenn wieder negatives Feedback kommt.

    Grüße aus Hamburg, Lasse

    1. Danke für das Kompliment.

      Wir sprechen uns ab. Normalerweise wird erst gebremst und dann bescheid gesagt. Aber wie schon gesagt, bekommt die Schiebelok das mit und handelt in der Regel selbständig. Gebremst wird immer nach Verhalten des Zuges, meistens ist das Erfahrungssache. Ansonsten gibt es ja noch Knorrs große Bohrung 🙂 .

      Ob eine Zwangsbremsung der Schiebelok für eine Zugtrennung ausreichen würde kommt auf die Stärke des Drucks bzw. der Zugkraft an. Bei beiden Maschinen mit voller Zugkraft kann das eher passieren als wenn man gemütlich vor sich hin kullert. Der Zustand der Zughaken spielt auch eine Rolle.

      Ich hatte schon eine Zugtrennung. Dabei habe ich nur den Zug ausgelöst. Das Strecken der Kuppel zwischen erstem Wagen und der Lok hat gereicht um selbiger den Rest zu geben. Die Schraubenkupplung war aber schon angerissen.

  11. Moin an alle Cargonauten 😉

    Im Podcast „Verkehrswende konkret – Mobilität 2.0“ ist Dr. Sigrid Evelyn Nikutta zu Gast.
    Viel Spaß beim Zuhören! @ Sebastian Jorczik: Danach kannst du immer noch eine E-Mail an deine Chefin schicken 😉

    Grüße aus Braunschweig, Sebastian.

  12. Hallöchen,
    Ich bin zutiefst betroffen, dass mein MANN mich nicht erwähnt hat. Ich bin seine Frau. Aber hey, er ist Besitzer von zwei Kindern…

    1. Au man, ja das tut mir echt leid. Natürlich besitze ich auch eine liebe Frau. Ich habe auch gleich als freiwillige Geißelung bei Wasser und Brot die Nacht im Keller verbracht.

  13. Ein spannendes Thema habt ihr euch für diese Folge ausgesucht und wirklich super erklärt! Es ist fast so als wäre man live dabei gewesen.

    Eine Frage hätte ich zum Thema jedoch noch: Gibt es bei euch in Deutschland Streckenabschnitte auf denen das Nachschieben nicht, oder nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt ist? In Österreich gibt es sehr viele solche Einschränkungen. Zum Beispiel ist auf der Semmeringbahn das Nachschieben nur dann erlaubt, wenn der Zug ausschließlich aus Drehgestellwagen gebildet ist und alle Wagen beladen sind. Der Grund dafür sind die sehr engen Gleisbögen. Dafür fahren dort häufig Züge mit drei Loks an der Zugspitze.

    Und weil ihr euch gefragt habt, ob wir in Österreich die Schiebelok fernsteuern können: Nein, können wir nicht. Aber es gab in den 90er Jahren einen Versuch mit Lokomotiven der Baureihe 1044. Die Loks wurden mit einer Funkfernsteuerung ausgerüstet und dann auf der Brennerstrecke erprobt. Es dürfte aber nicht wirklich funktioniert haben, vermutlich gab es in den Tunnels Probleme mit dem Empfang.

    Die Laberecke habe ich in dieser Folge übrigens vermisst, aber ich schätze die wird in der nächsten Folge ausgiebig bachgeholt.

    Grüße aus Österreich, Tobias

    1. Von Strecken wo das nicht erlaubt ist weiß ich leider nix, kann es mit aber vorstellen. Was nicht erlaubt ist, ist zum Beispiel beladende Langschieneneinheiten oder andere Fahrzeuge (in der Regel Baufahrzeuge) nachzuschieben.

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