Zum Jahresende setzen sich unsere 4 Podcaster noch einmal alle zusammen und erzählen sich eine kleine Weihnachtsgeschichte.

Viel Spaß beim Reinhören.

BRLink
420https://de.wikipedia.org/wiki/DB-Baureihe_420
423https://de.wikipedia.org/wiki/DB-Baureihe_423
440 https://de.wikipedia.org/wiki/Alstom_Coradia_Continental
1010 (ÖBB)https://de.wikipedia.org/wiki/ÖBB_1010
1020 (ÖBB)https://de.wikipedia.org/wiki/DR-Baureihe_E_94#Österreichische_Bundesbahnen
140https://de.wikipedia.org/wiki/DB-Baureihe_E_40
144https://de.wikipedia.org/wiki/DR-Baureihe_E_44

Genannte, nicht erklärte Abkürzungen

BegriffKurzerklärung
ZP-SignaleSignale für das Zugsignale, zb. am Bahnsteig für die Bremsprobe
ZSZugsammelschiene, versorgt die Wagen mit Strom
Hp2Signal, das nur die langsame Fahrt (z.b. mit 40 km/h) erlaubt

Eure Gastgeber

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Marcus Metzdorf
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Sebastian Völker
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Hendrik Hähnel
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Florian

14 Meinungen zu “#93 Jahresabschluss

  1. Hallo Zugfunker!

    Spät, aber doch komme ich endlich zum Kommentieren. Vielen Dank für die atemberaubende Geschichte! Ihr vermittelt sehr gut das Gefühl, was es bedeutet, eine alte Lok mit Schaltwerk am Limit zu bewegen. Ich hatte das Vergnügen mal mit einer 1142, die übrigens genauso alt ist, wie eure Geschichte. Wehe man schaltet eine Stufe zu viel hoch, dann schalten die Motorstromrelais den Hauptschalter aus und man muss anhalten und die Relais zurückstellen.
    Es kommt übrigens garnicht so selten vor, dass Güterzüge wegen zu hoher Anhängelast, meistens auch in Kombination mit rutschigen Schienen liegen bleiben. Man vermeidet es daher grundsätzlich auch heute noch solche Züge auf Steigungsreichen Streckenabschnitten anzuhalten.
    Um die Länge von Personenzügen hat man sich damals definitiv nicht so viele Gedanken gemach wie heute. Das war auch nicht sinnvoll, weil viele Bahnhöfe noch keine Bahnsteige im heutigen Sinne hatten, sondern einfach der Zwischenraum zwischen den Gleisen mit feinem Kies und Sand aufgefüllt war. Auf Nebenbahnen gibt es das ja auch heute noch, wenn auch nur mehr selten.

    Grüße aus Österreich,
    Tobias

  2. Markus – Silo ist übrigens eine richtig gute Serie auf Apple TV.

    Das Thema kenne ich aber auch: Man hat das Gefühl, es gibt keine guten Filme mehr, dabei läuft der Fernseher nur nebenbei und man ist ständig am Handy. Das kenne ich von meinem Freund auch – der ist 34. Ich finde es immer schade, wenn man sich nicht mehr richtig auf eine Sache konzentrieren kann.

    1. Hallo Joel,

      wirklich gruselig ist, dass die Streaming-Anbieter den Content sogar darauf optimieren, das er quasi nebenbei konsumiert werden kann.

      Bzgl. Silo, volle Zustimmung! Ich hoffe die nächste Staffel wird mindestens genauso gut.

  3. Hallo Zugfunker, ich mache mir in letzter Zeit einen Spaß daraus, auf Grund meiner anstehenden EiB-Ausbildung Signale und vor allem deren Bezeichnungen auswendig zu lernen. Allerdings fällt es mir dabei sehr schwer, Zs1 in der Variante mit 3 Punkten und Zs7 auseinander zu halten, bzw. welches welches ist. Habt ihr da vielleicht eine Eselsbrücke? LG und macht weiter so.

    1. Hallo,

      was hälst du von:

      Zs 1, 3 weiße Lichter in Form eines A, A wie Asatzsignal (klingt fast wie Ersatzsignal)
      Zs 7, 3 weiße Lichter in Form eines V, V wie Vorsichtsignal.

      Viel Spaß in deiner Ausbildung 😎👍

  4. Hi, danke für die Folge und den Podcast insgesamt! Es macht immer viel Spaß euch zuzuhören und über die Eisenbahn zu lernen.

    Zum Thema „Ehemalige Bahnvorstände im Interview“ fällt mir dieser Podcast ein, der einige politische Hintergründe zur aktuellen Netzsituation beleuchtet und wo auch ehemalige Vorstände zu Wort kommen, wenn ich mich richtig erinnere. Die Themen zu VDE8, Erfurter Beule und zurückgebauten Weichen fand ich ganz spannend, vielleicht ist das ja auch was für den ein oder anderen Zugfunk-Hörer: https://www.ardaudiothek.de/sendung/teurer-fahren/urn:ard:show:6adc502d6c3e4101/

  5. Hallo, liebe Zugfunker,
    Vielen Dank für diese schöne Weihnachtsgeschichte. Ich liebe solche Erzählungen.
    Sehr schön vorgetragen, ich konnte das Geschehen vor dem inneren Auge nachvollziehen.
    19 besetzte Reisezugwagen sind schon ein Wort. Wie ihr schon richtig festgestellt habt, werden es nicht nur 26,4 m Wagen gewesen sein. Zur damaligen Zeit wurde in diesen Züge alles mögliche eingesetzt, was fahren konnte, sodass auch noch Vorkriegswagen zu finden sein durften. Dreiachser halte ich aber für eher unwahrscheinlich, allein wegen der fehlenden RIC Zulassung.

    Ergänzend dazu kann ich das Buch „ 40 Jahre auf der Schiene: . . . und jede Fahrt war anders“ von Franz Eigl empfehlen. Leider nur noch antiquarisch erhältlich.

    Einen schönen Start ins neue Jahr.

    Liebe Grüße Martin

  6. Hallo zusammen, danke für die neue Folge! Ich hätte hierzu ein kurzes Feedback: Mir ist aufgefallen, dass ihr gelegentlich relativ lange Sprechpausen macht. Da die Stille manchmal etwas länger dauert, schaue ich dann irritiert auf mein Handy, weil ich denke, die Folge sei gestoppt oder die Verbindung abgebrochen. Es wäre super, wenn ihr diese Pausen im Schnitt künftig etwas einkürzen könntet. Macht weiter so!

  7. Hallo liebe Zugfunker, zur Sache mit der Anzeige von Bremskurven in der PZB sind mir ein paar Gedanken aufgekommen, die ich gern mit euch teilen will:

    Die PZB und ihre gesamte Sicherheitsphilosophie ist doch darauf aufgebaut, das dem Lokführer eben keine Bremskurven angezeigt werden.
    Er soll sich wohl ganz auf die wirklich erlaubten Geschwindigkeiten konzentrieren und eigentlich nicht die Überwachungskurven verfolgen.
    Auch wenn ich das sicher spannend fände 🙂 Und oft ist ja die Überwachungsgeschwindigkeit am Zielpunkt deutlich höher, als die erlaubte Geschwindigkeit.

    Wie TTBob ja schon schrieb, ESG (ETCS Level 1 – Limited Supervison) durfte aus diesem Grund auch keine Überwachungskurven anzeigen.
    Diese Form der ETCS-Ausrüstung sollte ja im Prinzip die Umsetzung der PZB-Funktionaltät mit ETCS-Mitteln sein,
    ich vermute mal, dass dabei genau solche Probleme entstanden sein könnten, wie ihr sie kurz angerissen habt?

    Frohes Neues und vielen Dank für so viele tolle Folgen, ich höre euch schon, seit der Podcast Zugfunk heißt (hab nur bisher noch nichts kommentiert).

    1. Eines der vielen Probleme bei ESG ist, dass du bei Güterzug-Zugdaten bei Beeinflussung (äquivalent zu 1000Hz bei PZB) teilweise direkt in die Zwangsbremsung rein gefahren bist. Das hat etwas mit den restriktiven Bremskurven und den Streckendaten zu tun. Zur Erinnerung: Bei ESG wirkt die Zwangsbremsung immer bis zum Stillstand.

      Das andere für DB Netz viel größere Problem war der Verlust an Streckenkapazität im Mischverkehr. Gz hätten bei JEDER 1000Hz-Beeinflussung auf 20-35 km/h runter gebremst werden müssen. Das macht bei Zielgeschwindigkeiten der Signale von 40 bis 70 km/h keinen Spaß. 😉

      Die Alternative sich bei L1LS an der Schweiz zu orientieren, kam für DB Netz nicht in Frage. Das hätte (plakativ gesagt) viel Gehirnschmalz in dem Sicherheitsnachweis erfordert, die Sicherheit erhöht und die Streckenkapazität leicht erhöht. Zu Zeiten, als Siemens noch versprochen hat Simis-C-Stellwerke mit ETCS-L2mS aufrüsten zu können, konnte ich dem noch irgendwie folgen. Aber inzwischen müssen wir bei L2 quasi fast immer das Stellwerk neu bauen. Da wäre eine leistungsfähige Migration zu L1LS (und nicht ESG) eine wunderbare Sache. Das nun aber wieder anzufangen bräuchte sicher mind. 5 Jahre (oder eine agile + zielgerichtete Zusammenarbeit bei InfraGo, EBA, Gutachter und Signalbauindustrie), bevor wir eine Wirkung im Netz sehen könnten. Aber bevor das passiert, wird Robert Habeck Bundespräsident – Frohes Neues!

    2. Es macht zwar Sinn, dass bei der PZB keine Bremskurven angezeigt werden, damit man das System nicht mit einer Führerstandssignalisierung wie bei ETCS oder LZB verwechselt. Aber das Prinzip der verdeckten Überwachung führt leider auch zu einer Verunsicherung und eventuell zum antrainieren falscher Handlungsabläufe. Gerade weil man die Bremskurven nicht sehen kann, konzentriert man sich besonders stark darauf.

      Das habe ich während der Ausbildung zum Triebfahrzeugführer bei mir selbst und auch bei anderen Kollegen beobachtet. Gelangt man zu einem Vorsignal mit dem Begriff „Vorsicht“ (=“Halt erwarten“) denkt man zuerst ausschließlich an die Bedienung der PZB: Wachsamkeitstaste, unter die Überwachungsgeschwindigkeit bremsen, usw. Auf die Sifa sollte man auch nicht vergessen. Aber das eigentlich wichtigste, nämlich das Anhalten vor dem Hauptsignal, tritt zunächst in den Hintergrund.
      Erst mit zunehmender Erfahrung kehrt sich dieses Verhältnis dann um und bedient die PZB so nebenbei, ohne sich wirklich darauf konzentrieren zu müssen.

      Grüße aus Österreich,
      Tobias

  8. Hallo zusammen,
    eine wundervolle Weihnachtsgeschichte. Vielen Dank dafür.

    Bei dem Rest ein paar kurze Anmerkungen:
    ### Zugtrennung
    Den Zughaken aus der Lok zu reißen, ohne dass die Auflage hinterher kommt, ist schon ein großes Kino. Ich kenne das so, dass hinter dem Federpaket eine Sollbruchstelle ist. Bei meinem Ausriss (einmal quer im Vorfeld von DH 😉 ) ist die Auflagefläche (auch nur ein Blech mit geschmierter Auflage) mit raus gezogen worden. Das waren aber auch etwas ältere Res…

    ### ETCS Leistungversprechen
    Dass ihr da noch drauf anspringt? Meiner Wahrnehmung spricht selbst die DB nicht mehr von den „bis zu 35%“. Das ist uraltes Politiksprech, was durch unkundigen Journalismus immer wieder hoch gekocht wird. Effektiv liegt das Potenzial ja auch nicht in ETCS, sondern in einem neuen Stellwerk, welches auf schnelle Laufzeiten optimiert ist. Gamer hätten da ihre wahre Freude, ist die Latenz zwischen Fahrtstellung und MA in der OBU in Erfurt noch bei ca. 8 Sekunden und soll in S21 auf unter 2 Sekunden gedrückt werden. Dazu gab es vor einigen Jahren sehr interessante Vorträge von der „digitalen Schiene“. Mindestreferenz ist u.a. die Laufzeit auf der S-Bahn-Stammstrecke München unter LZB.
    In MH wird der mögliche Leistungszuwachs (im Optimum) vielleicht bei 20% liegen. Zwischen LF und LM (via LW, LRG) wird der Kapazitätsgewinn bei bis zu 150%+x liegen (bei 13 km Blockabstand im Bestand kein Kunststück)

    ### ETCS Verkabelungsaufwand
    Auch hier bezweifle ich die Quelle. Ct schön und gut, aber …
    – für Untertürkheim ist der massiv höhere Verkabelungsaufwand seit vielleicht 3 (oder mehr) Jahren bekannt und basiert auf dem Wunsch L2mS zu bauen. Das war der Punkt, ab dem DB Netz gesagt hat „Das machen wir hier ein letztes Mal und danach nicht wieder.“ Seit dem sind alle L2mS-IBN-Vorausschauen nach und nach abgesagt worden, zu L2oS geändert worden und nun ist alles seit 1,5 Jahren eingefrohren. Das wird erst wieder los gehen, wenn die Politik endlich mal die OBU-Förderung auf die Kette bekommen hat. Schlussendlich wird das Ersetzen der LZB ein Trauerspiel, weil die Zeit jetzt schon davon läuft.
    – für S21 (L2oS) ist ein erhöhter Verkabelungsaufwand nicht plausibel. Es braucht da nur ein paar mehr Achszähler. Das ist seit jahren bekannt und es würde mich stark wundern, wenn das Projekt nicht komplett als BiM geplant wurde. Ich habe da aber auch keine aktuellen und internen Infos. Wenn sich Thales/Hitachi hier verrant haben sollte, gehören die zurecht gesteinigt. ABER ich kann mir das nicht vorstellen. Wahrscheinlicher haben wir eher Inkonsistenzen in der Zulassung der einzelnen Stellwerkshard-&softwarekomponenten, bzw. deren Schnittstellen. Ggf. auch noch laufende Änderungen bei den Lastenheften / Planungsregelwerken für die LST-Planung, weil $Grund..?

    ### PZB auf Stadlerfahrzeugen mit Bremskurve
    wtf! Könnt ihr bitte spezifizieren, welche Fahrzeuge das betrifft und was da für OBU eingebaut sind? Bei ESG (deutsche Variante von L1LS) ist das Ketzerei gewesen sich etwas derartiges zu wünschen. Das durfte nicht sein, weil das bei der PZB auch nicht sein darf. Sonst würde der Tf ja denken, dass er Anzeigegeführt unterwegs ist. (sinngemäß zitiert von dabei verantwortungshabenden hochrangigen Eisenbahnern mit Verstand)

    ### DaK
    Es würde mich freuen, wenn ihr zumindest kurz eine kurze Recherche machen würdet, bevor ihr mit Unwissen Hörerfragen beantwortet und im Thema nicht sicher seid.
    Die Hybridkupplungen sind bisher nur selten in Verwendung. Hier haben wir wieder das Zulassungsproblem bei Umbauten, an das sich kaum einer ran traut. Es braucht dann natürlich auch eine positive Wirtschaftlichkeitsrechnung, oder ein entsprechendes Förderprogramm (s. ETCS-OBU..) Seit einigen Jahren sind bei der SBB Züge komplett mit Scharfenberg Typ10 unterwegs. Die sind aber noch ohne Datenleitung, da hier die Entwicklung erst jetzt in die Erprobung gehen soll…
    Auf die Schnelle die letzten Ankündigungen mir bekannten zum Thema:
    – Projekt „PioDAC“ sollen 15 Tfz umgebaut werden (https://www.eurailpress.de/railimpacts/technologie/detail/news/piodac-projekt-gegruendet.html)
    – bei der WLE soll ab 2026 ein umgebautes Tfz (G1600) zur Verfügung stehen (Stand 10/2025)
    – …

    Kommt gut ins neue Jahr.

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