IHK Prüfung, beendete Podcasts, Super Sprinter, Fahren auf Sicht, Riedbahn

Endlich gibt es wieder eine richtig vollgepackte Folge. Unsere drei Podcaster besprechen nicht nur ein wichtiges Betriebsverfahren im Hauptthema sondern Marcus bringt auch eine spannende Geschichte mit. Dazu berichtet Lukas über die Neuerungen bei der EiB Zwischenprüfung.

Viel Spaß beim reinhören.

00:00:00 Intro
00:00:35 Begrüßung
00:01:31 Beendete Podcasts
00:06:07 Super Sprinter
00:15:09 IHK Abschlussprüfung Teil 1
00:31:37 Fahren auf Sicht
01:07:37 Unsere Geschichte
01:12:58 Topografie
01:18:59 Trajekt
01:20:37 Streckenverlauf
01:32:31 Feedback
02:34:24 Verabschiedung

Folge 77

Folge als direkter Download

genannte aber nicht erklärte Abkürzungen:

  • Ril 408: grundlegendes Regelwerk der Eisenbahn
  • ET: elektrischer Triebzug
  • EBO: Eisenbahn Bau- und Betriebsordnung (Gesetzesgrundlage der Eisenbahn)

Links

omega tau Podcast (beendet)
Ach? Triumvirat für historisch inspirierte Humorvermittlung
Abschlussprüfung Teil 1 [IHK Stuttgart]
Fahren auf Sicht [tf-ausbildung.de]
Die geschichte der Riedbahn
Alte Zeitungsartikel zur Riedbahn
Trajekt bei Worms
Riedbahn [wikipedia]
Ludwigsbahn [wikipedia]
Trajekt Worms [wikipedia]
Hessisches Ried[wikipedia]

Eure Gastgeber

Lukas Klein


Sebastian Völker


Marcus Metzdorf

23 Meinungen zu “#77 40, 15, Schritt

  1. https://www.ardmediathek.de/video/heimatflimmern/geheimnis-hohenzollernbruecke/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtZjFmMjQyZDQtYmJlMi00NTc5LWJiYTUtNWQzYzFlMWMxODk2

    „Lokführer Lukas Klein liebt „seine“ Brücke. Auch wenn er schon hunderte Male darüber gefahren ist, das Herzklopfen bleibt: „Am schönsten ist es, wenn ich mit meinem Zug auf der Brücke zum Halten komme, weil die Einfahrt in den Hauptbahnhof noch nicht frei ist“, erzählt er. Auch diese Liebesschlösser haben die Hohenzollernbrücke berühmt gemacht – spätestens seit Henning Krautmacher und seine Band „De Höhner“ ihnen mit dem Karnevalssong „Schenk mir dein Herz!“ ein Denkmal gesetzt haben.“

  2. Hey zusammen,

    kleine Anekdote zur Riedbahn: Ich weiß nicht ob es bekannt ist, aber in Bobstadt sitzt aktuell bis heute noch ein Schrankenwärter, welcher den Bahnübergang händisch rauf und runter kurbelt. Schon absurd an einer so stark befahrenen Strecke. Dies wird dann aber auch mit der Modernisierung flach fallen. Apropos Modernisierung: Was nicht erwähnt wurde und irgendwie auch schwierig zu finden ist, ist die Information, dass es insgesamt 3 neue Überleitstellen auf der Strecke geben soll. Jeweils eine zwischen Lampertheim und Biblis, Goddelau und Dornberg, sowie Dornberg und Mörfelden (sprich jeweils in den längsten Streckenabschnitten ohne Bahnhof / Möglichkeit zum Gleiswechsel). Halte ich für durchaus sinnvoll.

    Als Tf von Regio auf der Strecke bin ich tatsächlich auch vorsichtig optimistisch, dass es etwas besser läuft nach der Modernisierung. Vor allem bin ich aber erstmal gespannt ob sie Ende 2024 dann auch pünktlich fertig werden… Mit dem Überziehen von Bauarbeiten hatten wir, nicht nur bei der ersten Riedbahn-Sperrung im Januar, sondern auch bei diversen anderen Bauarbeiten hier in letzter Zeit sehr große Probleme. Und daran dass der Fernverkehr mit Verspätung von außen unseren gesamten Regio-Fahrplan durcheinander bringt wird sich wohl auch nach der Modernisierung wenig ändern 🙁 😛

    Eine vielleicht ganz interessante Sache noch: die DB wird die Bauarbeiten mit einem Filmteam begleiten und eine Art Dokumentation dazu drehen. Eine erste Folge über die besagte Sperrung aus dem Januar gibt es schon. Fand ich eigentlich ganz cool gemacht, ich verlinke hier mal auf das YouTube Video: https://youtu.be/qnUKPJ-jdoE?feature=shared

    Viele Grüße
    Chris

  3. Hallo liebe Zugfunker,
    Das Thema Universallokführer hat mich nicht losgelassen, deshalb nochmal eine Meldung von mir dazu. Quasi als mein Feedback-Feedback…
    Im großen und ganzem habt ihr damit vollkommen recht – es ist und bleibt halt eine Wunschvorstellung. Und bei größeren Dienststellen ist auch das Thema Abwechslung nicht so tragend.
    Anders ist das allerdings bei kleineren, z.B. von Regio.
    Das hat Henrik in „Beutewagen“ ganz gut erklärt. Gleichzeitig schreibt Cargo weiterhin rote Zahlen und hat manchmal sehr komische Umläufe, da sich halt eine einzelne Dienstelle für ein, zwei Übergaben sich nicht lohnt. On meiner Heimatstadt kommt z.B. jeden Tag eine E Lok mit der V90 im Schlepptau (inklusive extra Tf), welche dann hin und zurück als Lehrfahrt fährt.
    Wenn man jetzt einige Regio Tf auch als z.B. Lrf II ausbilden würde hätten doch alle profitiert. Regio und die Tf, da die Abwechslung steigt.Cargo, weil es sich keine extra Dienstelle mir Kaffeemaschine etc leisten muss und das Unternehmen, da die Bedienung nun billiger wird. Im Bestenfall kann man hier sogar Stillagen ausnutzen bzw zusätzliches Personal für die Bereitschaft rechnet sich. Und mehrere Regelwerke müssen z.B. Leute bei Personaldienstleistern sowieso lernen.
    VG
    Bomz

  4. Moin!

    Ich habe eine kleine Geschichte zum Thema Fahren auf Sicht:
    Ich fuhr mit dem RE1 von Hamburg nach Rostock. Die Strecke dürfte euch nicht viel sagen. Es passierte auf der Fernverkehrstrasse zwischen Berlin und Hamburg, genauer gesagt kurz vor dem Bahnhof Büchen. Dort gab es eine Weichenstörung und unsere Fahrt ging erstmal nicht weiter. Nach ca. 60 Minuten fuhren wir zum Bahnhof Schwarzenbek zurück, dieser ist ca. 10 km vom Bahnhof Büchen entfernt. Der Lokführer fuhr den Zug von Büchen nach Schwarzenbeck auf Sicht. Für die Strecke brauchten wir dementsprechend statt 8 Minuten 24 Minuten. Wir verließen den Bahnhof Schwarzenbek später mit einer Verspätung von exakt 102 Minuten. Diese Verspätung wurde bis Rostock kaum aufgeholt, auch da ein Parktausch in Blankenberg (Mecklenburg) stattfand. Der Fernverkehr wurde umgeleitet (via. Uelzen und Stendal), allerdings nicht wegen uns, sondern wegen eines Rettungseinsatzes zwischen Ludwigslust und Wittenberge. Tja, so schnell kann es zu einer hohen Verspätung kommen.

    Ich hätte auch noch eine Frage an Marcus:
    Gibt es beim Fernverkehr Schichten für den Sprinter München – Hamburg auf ganzer Strecke, oder findet immer ein Lokführer Wechsel in Berlin statt?

    Ich freue mich auf die nächste Folge!

    1. Hallo Ruben, leider fährt der Münchner Lokführer nur bis Berlin. Eine Stunde länger bis nach Hamburg wäre mit den maximal zulässigen Fahrzeiten kaum zu schaffen.

      Grüße

  5. Hallo an die Zugfunker,
    es freut mich, dass ihr wieder Zeit für den Podcast findet.
    Bezüglich eurem Feedback zum Feedback der Folge „Eisenbahnerziehung“ finde ich eure Anmerkungen sehr nachvollziehbar. Allerdings hat man als Kunde schon hin und wieder das Gefühl, dass Vorschriften vor der Kundenzufriedenheit geht. Allerdings vermute ich, dass die meisten negativen Kommentare dem Sendungstitel „Eisenbahnerziehung“ geschuldet waren.
    Viel Spaß weiterhin mit dem Podcast und sommerliche Grüße aus Wien.
    Andreas

    1. Hallo Andreas,

      ich hatte wirklich lange über den Titel nachgedacht und vor allem ob man ihn falsch verstehen kann. Ist er ein wenig provokant? Ja, wahrscheinlich schon. Aber genauso wie in der Schule die Kunsterziehung niemanden umerziehen möchte, sondern nur ausbilden, so wollen wir den Leuten nur erzählen wie die Eisenbahn funktioniert.

      Grüße, Marcus

  6. Bei der Geschichte über die Riedbahn habt ihr über Geschwindigkeitserhöhung des biblischen Gleisbogens gesprochen und dabei erwähnt, dass Alwin Meschede dazu ein intensives Video gemacht habe. Habt ihr dazu den Link? 🙂
    Mir hat die Folge mal wieder sehr viel Spaß gemacht, vielen Dank!

  7. Zu dem Signal So 19:
    Im Netz der Berliner S-Bahn sind diese Tafeln keine Seltenheit. Erst im Januar 2024 wurden zwischen Bornholmer Straße und Pankow neue So 19 Hauptsignalbaken in Betrieb genommen.
    Aufgestellt sind diese an Stellen, an denen es immer wieder zu Signalverfehlungen kommt. Durch die geringen Signalabstände, das viele „auf Halt erwarten“ Abfahren und des geringen Mindestbremsabstands von gerade einmal 400m passiert das bei der Summe an Zugfahrten leider nicht selten.

    Wie mein Trainer oft meinte: „Die S-Bahn ist und bleibt nun mal ein gallisches Dorf.“

  8. zu folge 73. Das NAQ steht für Nachweispflichtige Qualifikationen. Dies habe ich durch meinen Lehrgang namens Instandhaltung A (Insta A).

  9. Hallo Ihr Drei,
    zum Thema Bedarfshalt und wie macht man sich dem Triebfahrzeugführer bemerkbar, dass man einsteigen will habe ich in der Schweiz ein sehr schönes System entdeckt. Dort gibt es auf den Bahnsteigen der Bedarfshaltestellen einen Haltewunschknopf, den man bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vor der fahrplanmäßigen Abfahrtszeit drücken muss. So muss man nicht bei Regen oder Schnee den geschützten Unterstand verlassen und auf sich per Handzeichen aufmerksam machen. Dieses System kannte ich bis dato, jedenfalls aus dem Bereich der DB, so nicht.
    Gruß Marco

    Apropos Turnuszüge – ein älterer Begriff, welche aber heute noch für Reisezüge, sie nur zu bestimmten Zeiten (z.B. Ferien, Skisaison, etc.) fahren genutzt wird. Früher (Bundesbahnzeiten) wurden so die bekannten Reisebürozüge genannt mit denen man ganz entspannt per Liegewagen aus den bundesdeutschen Ballungsräumen in die Feirenregionen fahren konnte. Die Liegewagen wie wir sie heute Kennen ist eine Erfindung der 1950er in Zusammenarbeit des ehemaligen Reiseveranstaltes Touropa (1968 Gründungsmitglied der TUI) und der alten DB. Erstens als günstige Alternative zum Schlafwagen und zweiten mehr Reisenden konnte man in einem Wagen einen Schlafplatz anbieten.
    Zum Thema Urlaub mit der Bahn gibt es im EK-Verlag ein interessantes Heft „Mit der Bahn in den Urlaub“ (Nr. 114). Da findet man alls zum Thema Turnuszüge 🙂

  10. Als ich noch für verschiedene EVU Betriebsregelwerke geschrieben habe, waren wir uns einig die DB-Regel nicht anzuwenden, da es aus unserer Sicht wichtiger ist, dass der Tf den Sichtverhältnissen angepasst zu fahren, anstatt sich an die implizite Vorgabe der 15 km/h zu halten. Jeder, der mehr, als nur Tz rangiert weiß, dass man dabei nicht auf den Tacho, sondern auf sein Geschwindigkeitsgefühl achten soll.

    Die Widersprüche bei der Geschwindigkeitsvorgabe (euer Beispiel: maximal 15 auf Sicht und 25 Rangieren) gibt es übrigens auch im Planungsregelwerk für ETCS in Dtl … nur falls ihr noch einen Kaninchenbau sucht 😉

      1. -> ReleaseSpeed = 0 … 20 je nach Örtlichkeit (Toleranz +0), aber TSR = 20 | 40 (Toleranz +6, oder 8?) und Shunting = 25 (Toleranz +6, oder 8?)
        -> SR wird in der 408 mit OnSight gleich gesetzt und man braucht einen Befehl zur Abfahrt, obwohl vor einem ein Ks1 (Beispiel) leuchtet. Da hätte man auch darauf verzichten können und die Vorbeifahrt am Ks1 im Mode SR mit Override einfach erlauben können. Wir trauen einem Tf ja auch zu an einem ausgegangenen Zs1 / 7 vorbei zu fahren. Auch TAF hätte man in Dtl. für die TrustedArea spezifizieren können (da soll es in AT eine gute Lösung geben, die ich aber nicht kenne)

        Bei den möglichen Überschreitungstoleranzen bei TSR und Shunting bin ich mir nicht mehr ganz sicher. Bin aus der Praxis schon 6 Jahre raus…

        Bei der ReleaseSpeed wäre eine Berechnung anhand des Bremsvermögens und des Gefahrenpunktabstandes sinnvoller, als ein fixer Wert, der teilweise nur theoretische Probleme kennt. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das von der Spezifikation her möglich ist.

  11. Hallo ihr Lieben 😁 wieder einmal ein toller Podcast!
    Zum HV73 möchte ich gern einmal Rückmeldung geben:
    Als Tf ist das anlegen des HV73 genauso noch Bestandteil des Alltags, wie das abschalten und umkurbeln von E-Weichen, sowie die Zuständigkeit zur Beurteilung der Befahrbarkeit von Weichenverbindungen.

    Liebe Grüße aus dem ZLB und SZB im Nürnberger Umland.

    1. und auch sonst täte DB infraGO sehr gut daran den HV73 auch offiziell wieder für Tf einzuführen. Dann gäbe es eben ein Regelwerk 482.8102 „HV73“. Ich hatte damit neulich einer Fdl geholfen und nach 10 Min. lief der Betrieb wieder. LST war nach 90 Min. vor Ort. Üblich ist das Warten auf LST mit Großstörungen und vielen Verspätungsminuten. Das müsste nicht sein!

      Insbesondere bei nicht besetzten Stellwerken sollte in jedem Weichenbereich ein Kasten mit 2x HV73, sowie Weichenbesen (für den kurzfristigen Winterdienst) vorhanden sein. Einzig ein Prozess für die sichere Einbindung der Schlüssel für den HV73 in das Stellwerk wäre zu überlegen. Im Zweifel sind dann halt 2 Schlüsselsperren je Weichenplatte in den Stellwerken nachzurüsten. Die Signalbauer würden sich freuen und der Betrieb im Störungsfall schnell wieder laufen. U.U. werden Tf des Nahverkehrs und Güterverkehrs mit größerer Wahrscheinlichkeit in den Genuss des LST-Noteinsatzes kommen, aber das machen wir doch gern für unsere schnellen, weißen Freunde. 😉

      Bleibt die Frage: Wer sagt’s DB InfraGO? Wer führt die Diskussion mit den nicht bekannten Verantwortlichen?

  12. Danke insbesondere für den Teil über die Riedbahn, super Folge!
    Als Ex-Wormser war das natürlich besonders interessant.

    Beste Grüße!

  13. Hallo zusammen!
    Wegen der Anzahl der Kommentare (1435) bitte nicht traurig sein, es gibt ja noch die 1524, 1600, 1668 und 1676, welche an heute noch gebräuchliche Spurweiten erinnern😁

  14. Moin!

    Danke für die Folge, bin noch mitten drin. Aber darüber bin ich gerade gestolpert: Dass jedes Land in Europa seine eigenen Regeln hat (Deutschland sogar zwei) , ist ja leidlich bekannt. Aber hab ich euch richtig verstanden, dass ganz Kanada, die USA und Mexiko nach einem einzigen Regelwerk fahren? Da kommt einem die europäische Kleinstaaterei ja noch absurder vor.

    Gruß, Johannes

  15. Zu den Bedarfshalten:
    Für den Ringzug (RB-artig) gibt es diese blinkenden H-Signale für einige kleinere Hps, meines Wissens sind diese nach dem drücken für eine gewisse Zeit aktiv, also muss da nicht mal ein extra Magnet im Gleis liegen.

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