Simulatoren, Dampfloktreffen, U-Bahn Museum, schriftlicher Befehl

Wir geben einen kleinen Einblick, wie wir simulieren, schauen zurück auf eine Aussage von Marcus, die für Missmut gesorgt hat und besprechen sogar zwei Zeitungsartikel. Natürlich darf auch euer Feedback nicht fehlen.

Hinweis: Die Tonqualität vom Tom ist auf weiten Teilen der Aufnahme unterirdisch. Leider ist das schon auf der Aufnahme und konnte nachträglich nicht restauriert werden.

Dennoch viel Spaß beim Reinhören.

Eure Gastgeber

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Marcus Metzdorf
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Hendrik Hähnel
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Florian
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Tom

Eine Meinung zu “#95 Passierschein

  1. Schönen guten Abend, liebe Zugfreunde,

    ich möchte mit meinem Kommentar auf euren Exkurs eingehen, insbesondere auf die Frage, warum KNDS (ehemals KMW) Simulatoren teilweise veraltet sind, warum diese Systeme so teuer sind und weshalb ich die Bezeichnung „die Panzerbauer“ etwas schwierig finde.

    Zunächst ein kurzer Exkurs zu mir: Ich bin zwar kein EiB, habe aber durch meine Familie einen sehr engen Bezug zur Bahn – bei uns ist tatsächlich fast jeder Lokführer oder in irgendeiner Form mit der Deutschen Bahn AG verbunden. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle die S-Bahn Berlin, die in eurem Podcast leider häufig etwas zu kurz kommt. Liebe Grüße an die S-Bahn!

    Beruflich bin ich Soldat bei der Bundeswehr und beschäftige mich unter anderem mit Rüstung und Beschaffungsprozessen. In diesem Zusammenhang gab es tatsächlich Überlegungen innerhalb der Bundeswehr, eigenes Personal – also Zugführer – auszubilden, um beispielsweise Truppentransporte unabhängiger von der Deutschen Bahn durchführen zu können oder im Verteidigungsfall eigenes Rollmaterial vorzuhalten. Diese Pläne wurden jedoch aufgrund der damaligen sicherheitspolitischen Lage und der vorherrschenden Sparpolitik nicht weiterverfolgt.

    Kommen wir zu den Simulatoren: Ein wesentlicher Grund für die hohen Kosten liegt in der Komplexität der Entwicklung. Man darf nicht vergessen, dass viele dieser Systeme zum Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahme absoluter Stand der Technik waren. Zudem war KMW damals auch an Entwicklungen im Bahnsektor beteiligt – hier sind beispielsweise die Baureihen 218 und 401 zu nennen.

    Auch wenn sich das Portfolio von KNDS inzwischen verändert hat, ist die Firma eben nicht nur auf den Bau von Panzern beschränkt, sondern war und ist auch im Bereich innovativer technischer Lösungen aktiv. Gerade im Simulationsbereich wird inzwischen wieder verstärkt gearbeitet. Allerdings sind solche Entwicklungsprozesse naturgemäß langwierig.

    Ein zentraler Fokus liegt dabei auf einer möglichst realitätsnahen Fahrphysik und Systemabbildung. Genau hier entsteht jedoch oft ein Spannungsfeld zwischen den betrieblichen Anforderungen der Deutschen Bahn AG und den technischen sowie wirtschaftlichen Zielsetzungen des Herstellers. Hinzu kommt, dass diese Simulatoren nicht ausschließlich für die Deutsche Bahn produziert werden, sondern weltweit zum Einsatz kommen. Dadurch sind Kompromisse und gewisse Abstriche leider unvermeidbar.

    Und ich hätte tatsächlich mal eine Frage noch dazu. Ich hoffe jemand von euch ist damit vertraut. Aber könnt ihr mir vielleicht den Unterschied zwischen PZB und ZDE der S-Bahn erklären?

    Mit freundlichen Grüßen

    Leon

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